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	<title>Im Antlitz der Liebe</title>
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	<description>Mit Santiago nach Santiago: Vom Pilgern auf dem Jakobsweg und vom Nachfolgen</description>
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		<title>Titel „Im Antlitz der Liebe“</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:35:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Antlitz der Liebe Mit Santiago nach Santiago: Vom Pilgern auf dem Jakobsweg und vom Nachfolgen Gabriele Sych Santiago Moreno Garzón Übrigens: Inzwischen waren über 15.000 Besucher auf diesem Blog und WordPress hat ihn als mal als &#8220;Exzellentes Blog&#8220; eingestuft. Wir danken allen Lesern, durch die das möglich wurde! Einsortiert unter:Der Weg des Apostels<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=965&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h1 style="text-align:center;"><strong>Im Antlitz der Liebe</strong></h1>
<p style="text-align:center;">Mit Santiago nach Santiago:</p>
<p style="text-align:center;">Vom Pilgern auf dem Jakobsweg<br />
und vom Nachfolgen</p>
<h3 style="text-align:center;">Gabriele Sych<br />
Santiago Moreno Garzón</h3>
<div id="attachment_988" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/jesusb3.jpg"><img class="size-full wp-image-988 " title="JesusB" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/jesusb3.jpg?w=490&#038;h=590" alt="" width="490" height="590" /></a><p class="wp-caption-text">Im Antlitz dieses Bildes wurde ein großer Teil dieses Buches geschrieben. Daher heißt es: &quot;Im Antlitz der Liebe&quot;</p></div>
<p style="text-align:left;">Übrigens: Inzwischen waren über 15.000 Besucher auf diesem Blog und WordPress hat ihn als mal als &#8220;Exzellentes Blog&#8220; eingestuft.</p>
<p style="text-align:left;">Wir danken allen Lesern, durch die das möglich wurde!</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/'>Der Weg des Apostels</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/965/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=965&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Vorwort</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:31:59 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Dieser Blog ist ein wahrer Bericht, und zwar zum einen unseres wundervollen Camino de Santiago im Spätsommer 2007 von Lourdes in Frankreich über Santiago de Compostela und weiter nach Finisterra und Fátima in Portugal. Wir sind gemeinsam ca. 1500 km auf dem Jakobsweg gepilgert und hatten zusammen eine außerordentliche Zeit, für die wir sehr dankbar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=960&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dieser Blog ist ein wahrer Bericht, und zwar zum einen unseres wundervollen Camino de Santiago im Spätsommer 2007 von Lourdes in Frankreich über Santiago de Compostela und weiter nach Finisterra und Fátima in Portugal. Wir sind gemeinsam ca. 1500 km auf dem Jakobsweg gepilgert und hatten zusammen eine außerordentliche Zeit, für die wir sehr dankbar sind. Subjektive Erlebnisse und Empfindungen von Gabriele sind in <em>Kursiv</em> gesetzt. Nicht alles, was der eine erfuhr oder denkt, ist auch für den anderen genau so.</p>
<p><em>Doch dieser Bericht hört nicht in Santiago auf, sondern er enthält die ganz konkrete Geschichte von Gabrieles Gotteserleben in den zwei Jahren nach dem Camino: als ich ihn verdaute und seine Erkenntnisse umsetzte, meine daraus erwachsenen neuen Wunder, Alltags- und Gnadenserfahrungen, wie sich mein Leben veränderte. Da ich auf dem Camino eine besondere Gabe erhalten habe, nämlich Leben zu heilen, werde ich auch über mein Erleben mit dieser Gabe erzählen und über Heilung durch Gott, wie ich es durch meine Praxis als Heilpraktikerin für Psychotherapie authentisch mir erschließen konnte. Meine Erkenntnisse orientieren sich also an meinem realen Erleben zum einen direkt beim Laufen, also ein direktes Erleben an der &#8222;Hardware&#8220; Weg, Körper, Welt und Menschen. Zum anderen basieren sie auf konkreten Lebens- und Heilungserfahrungen, meiner eigenen und der Menschen, die mich aufsuchen. Es zeigt sich, was hilft und was nicht. Aber ob nun ein anderer darin Wahrheit findet oder nicht: für mich war es sehr real und wahr. Ich bin noch immer auf dem Weg, wie jeder andere, eine Lernende, Werdende, täglich menschlich Herausgeforderte genauso wie inzwischen ein wenig ein Pfadfinder/Scout und Fährtenleser, mehr nicht.  Und als dieser Pfadfinder beschreibe ich das Land, das ich durchschreite und die Wege und Zeichen, die ich finde und erfahre. Als Fazit über diesen gesamten Weg möchte ich mit Maria, deren geweihte Orte Ausgangs- und Zielort unseres Caminos  waren, sprechen wie in <strong>Lukas 1, 38, 46 + 47 (Einheitsübersetzung):</strong> Mir geschehe nach Deinem Willen. Meine Seele preist die Größe des Herrn,</em><em> und mein Geist  freut sich Gottes, meines Heilandes.</em></p>
<p><em>Das Titelbild des Sagrado Corazón de Jesús stammt aus dem Besitz von Magdalena Koppány aus Ungarn, die dieses Bild über Jahre über ihrem Bett hängen hatte und sicherlich unendlich viele Stunden betend davor verbracht hat. Das Bild strahlt eine ungeheure Kraft aus und hat das Schreiben dieses Buches begleitet, daher heißt es: Im Antlitz der Liebe. Ihre Nichte, Sylvia Komin, hat mich während des Schreibens der ersten Fassung ohne Gegenleistung in ihrer Wohnung aufgenommen. Dafür bin ich ihr ganz besonders dankbar und auch denen, die ihr diesen Gedanken geschickt haben.</em></p>
<p>Bitte beachten:  Wenn ich innerhalb dieses Blogs über Gesundheit und Krankheit schreibe, so seien Sie bitte gewahr, dass ich Gesundheit aus der  Perspektive meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin für Psychotherapie betrachte und der Heilung von Krankheiten durch Gott. Ich  bin keine Ärztin und in wissenschaftlicher Medizin nicht ausgebildet.  Ihr erster Ansprechpartner für die Diagnose und Behandlung von  Krankheiten ist zunächst Ihr Arzt, vor allem, wenn rasch gehandelt werden muss. Erst begleitend dazu ist die  Beschäftigung über psychische Ursachen von Unwohlsein und Krankheiten  sinnvoll.</p>
<p>Alle Nutzungs- und Kopierrechte liegen ausschließlich bei den Autoren.</p>
<p>Für Ihre Kommentare, über die wir uns sehr freuen, benutzen Sie bitte die &#8222;Gästebuch&#8220;-Seite, damit der Blogtext kontinuierlich gelesen werden kann, vielen Dank!</p>
<p>Karte unseres Caminos:</p>
<p style="text-align:center;"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/karte-unseres-jakobsweges.png"><img class="alignnone size-full wp-image-2017" title="Karte unseres Jakobsweges" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/karte-unseres-jakobsweges.png?w=490&#038;h=374" alt="" width="490" height="374" /></a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/'>Der Weg des Apostels</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/960/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=960&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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	</item>
		<item>
		<title>Am Grab des Apostels Santiago</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>imantlitzderliebe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unter dem Altar der Kathedrale von Santiago des Compostela betete ich vor der Silberlade mit den sterblichen Überresten des Apostels Santiago el Mayor, der heilige Jakobus der Ältere. An diesem Tag war ich auf meiner Pilgerreise von Lourdes aus in Santiago nach 900 km angekommen. Ich fühlte mich wie ein Blatt im Wind: um auf [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=948&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_13" class="wp-caption alignleft" style="width: 205px"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/tumbasantiago.jpg"><img class="size-full wp-image-13" style="margin:3px;" title="tumbasantiago" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/tumbasantiago.jpg?w=490" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Die Silberlade des Apostels Santiago</p></div>
<p><em>Unter dem Altar der Kathedrale von Santiago des Compostela betete ich vor der Silberlade mit den sterblichen Überresten des Apostels Santiago el Mayor, der heilige Jakobus der Ältere. An diesem Tag war ich auf meiner Pilgerreise von Lourdes aus in Santiago nach </em><em>900 km</em><em> angekommen. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ich fühlte mich wie ein Blatt im Wind: um auf diese Pilgerreise auf dem Jakobsweg zu gehen, hatte ich meine Wohnung aufgegeben und meine Habe verkauft oder eingelagert, meinen beruflichen Standort riskiert, meine Praxis als Heilpraktikerin verwaisen lassen, mein allerletztes Geld eingesteckt. Auch meinen 13-jährigen Sohn hatte ich aufgegeben: Er war vor 1 ½ Monaten auf eigenen Wunsch für ein Jahr zu seinem Vater nach Kanada gezogen und ich wusste nicht, ob er danach wiederkommen würde.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Mit meinem Freund Santiago bin ich von Berlin nach Lourdes getrampt und dann sind wir von dort 32 Tage lang fast ständig den ganzen Tag lang gelaufen, manchmal 12 bis 14 Stunden am Tag. Wir haben in den einfachsten Herbergen und im Freien übernachtet, in den 4,5 Wochen von 400 Euro gelebt. Unterwegs haben wir unzählige Rosarios gebetet, waren wohl in jeder offenen Kirche und haben jeden abendlichen Gottesdienst besucht. Jeden Abend war ich erschöpft und nur „Handlauflegen sei Dank!“ mit einer Stunde abendlicher Selbstbehandlung, vor allem der schmerzenden Beine und Füße, am nächsten Tag wieder abmarschbereit. Meine Füße waren voller Blasen, 8 Kilo hatte ich abgenommen. Auch Santiago hatte ich zwischenzeitlich aufgeben müssen. Ich stand vor dem Nichts.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p>Und nun war ich in Santiago. Ich hatte mir alles ganz anders vorgestellt. Meine Intention der Pilgerreise war es, Jesus Christus noch näher zu kommen und seine Form der Heilung noch besser zu verstehen und mich mit Santiago auf unser neues Leben einzustellen. Doch die Realität und damit Gott hatten mir ein anderes Gesicht des Camino bereitet. Ohne Zweifel war ich Jesus Christus sehr nahe gekommen, weil ich versuchte, ihm täglich in den Kirchen zu begegnen, um meine aktuellen schmerzlichen Erfahrungen an Körper und Seele zu ertragen und Antworten auf meine Fragen zu erhalten. Und nun: ich hatte nichts mehr außer mir selbst, ein paar Möbeln und Kartons und ich war in Santiago.</p>
<p><em> </em></p>
<p>Und nun saß ich dort im Halbdunkel, das Gesicht der Silberlade zugewandt. In stillem Zwiegespräch wandte ich mich an den Heiligen Santiago. „Ich bin hier hergekommen, um auf dem Weg mehr über das Heilen in der christlichen Tradition zu lernen, doch das alles hat sich nicht erfüllt. Kannst Du mir jetzt etwas über das Heilen sagen?“ Da hörte ich die Stimme des Apostel in mir: &#8222;Du bist schon lange eine von uns! Du heilst schon auf die Art, wie wir heilen. Du bist doch schon da!“</p>
<p style="text-align:center;"><strong><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/caminodesantiago.png"><img class="size-full wp-image-16 aligncenter" title="CaminodeSantiago" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/caminodesantiago.png?w=490" alt=""   /></a></strong></p>
<p><strong>Lukas 14 (Hoffnung für alle): Jesus fordert alles: Ist das zuviel?</strong><br />
25 Wie schon oft, war Jesus von einer großen Menschenmenge umlagert. Bei dieser Gelegenheit machte er seinen Zuhörern deutlich: 26 «Wenn einer mit mir gehen will, so muss ich für ihn wichtiger sein als alles andere in seinem Leben: wichtiger als seine Eltern, seine Frau, seine Kinder, seine Geschwister, ja wichtiger als das Leben selbst. Nur so kann er mein Jünger sein.27 Wer nicht bereit ist, diese Lasten um meinetwillen auf sich zu nehmen und mir nachzufolgen, der gehört nicht zu mir. &#8230; 33 Überlegt es euch vorher, ob ihr wirklich bereit seid, alles für mich aufzugeben und mir nachzufolgen.</p>
<p><a title="El Sagrado Corazón de Jesús" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/beginn-einer-grosen-liebe/" target="_self">Nächster Artikel</a></p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/mit-santiago-nach-santiago-und-von-lourdes-nach-fatima/camino-frances/'>Camino Francés</a>, <a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/'>Der Weg des Apostels</a>, <a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/mit-santiago-nach-santiago-und-von-lourdes-nach-fatima/'>Mit Santiago nach Santiago und von Lourdes nach Fátima</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/948/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=948&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Beginn einer großen Liebe: El Sagrado Corazón de Jesús</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:21:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Trost und Zuspruch]]></category>
		<category><![CDATA[Valentinstag-Wunder]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Jahreswechsel 2006/2007 machte ich drei Wochen Ferien in Barcelona. Mein Sohn besuchte in dieser Zeit seinen Vater in Kanada und Santiago seine Familie in Barcelona, da hatte ich mich ihm angeschlossen. Die ersten acht Tage hatte ich mir von einer Italienerin eine süße, kleine Jungmädchenbude unterm Dach in der Altstadt in dem angesagten Stadtteil [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=944&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_23" class="wp-caption alignright" style="width: 236px"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/barceloneta-sculpture.png"><img class="size-full wp-image-23" title="Barceloneta Sculptura" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/barceloneta-sculpture.png?w=490" alt=""   /></a><p class="wp-caption-text">Barceloneta am Strand</p></div>
<p>Zum Jahreswechsel 2006/2007 machte  ich drei Wochen Ferien in Barcelona. Mein Sohn besuchte in dieser Zeit seinen Vater in Kanada und Santiago seine Familie in Barcelona, da hatte ich mich ihm angeschlossen. Die ersten acht Tage hatte ich mir von einer Italienerin eine süße, kleine Jungmädchenbude unterm Dach in der Altstadt in dem angesagten Stadtteil Born, ganz in der Nähe der Kirche Santa Maria del Mar, gemietet. Es war sehr schön warm tagsüber, 17 Grad und sonnig, doch auf die Dauer war es in der Wohnung recht kalt, da ich die Heizung trotz Beschreibung nicht anbekam.  Aus einer Email an meine Familie und Freunde stammen diese Zeilen:</p>
<p><span style="font-family:courier;">&#8222;Ich bin gleich am ersten Tag raus, um all dies hier zu entdecken. Ich fühle mich hier wie Alice im Wunderland, staunend auf Entdeckungsreise. Hinter jeder Ecke taucht etwas Neues auf, ein romantisches Plätzchen, eine Kirche, ein altes Kastell, Prachtbauten, enge Gässchen, trotzdem mit Bäumen, ein kleiner Markt, ein herrschaftlicher Platz mit Cafés und Palmen. Göttlich, das gefällt mir. </span></p>
<p><span style="font-family:courier;"> </span></p>
<p><span style="font-family:courier;">Ich fühle mich hier in Barcelona wirklich einfach sofort heimisch, als ob ich hier schon einmal gelebt hätte und finde mich in dem Gassen-Gewirr schnell zurecht. Alles ist nicht weit und prima zu erlaufen. Barcelona ist wie mit Santiago zusammen sein: es lädt mich auf und macht mich glücklich.</span></p>
<p><span style="font-family:courier;"> </span></p>
<p><span style="font-family:courier;"> </span></p>
<div id="attachment_24" class="wp-caption alignleft" style="width: 283px"><span style="font-family:courier;"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/kathedrale-barcelona1.jpg"><img class="size-medium wp-image-24" title="Catedral Barcelona" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/kathedrale-barcelona1.jpg?w=273&#038;h=205" alt="" width="273" height="205" /></a></span><p class="wp-caption-text">Catedral St. Eulalia aus Wikicommons </p></div>
<p><span style="font-family:courier;">Plötzlich tauchen vor mir Kirchentürme auf und ich laufe darauf zu, es ist die Kathedrale von Barcelona. Das zieht mich immer an, denn die Atmosphäre alter Gotteshäuser, in denen viel gebetet wird, hat ihren eigenen Charme und eine spürbare umsorgende und herzerhellende Atmosphäre. In einer der kleinen Kapellen hinter dem Hauptaltar finde ich meine erste Gebetsstation &#8222;Sagrado Corazón de Jesus&#8220; steht da &#8222;das heilige Herz Jesu&#8220;. Und eine Sammelbox: Por los Pobres: Für die Armen. Er zeigt mit beiden Händen auf sein Herz, als wenn er sagen wollte: darauf kommt es an. Sein Herz prangt glänzend golden auf seiner Brust, es zieht mich sehr an. Ich hole mir eine Kerze, um sie hier für Santiago und mich anzuzünden und all die, mit denen ich in Liebe verbunden bin. Ungefähr eine Stunde verharre ich hier betend. Ich verbinde mich mit seinem geheiligten Herz, das ist eine unfassbare Erfahrung. </span></p>
<p><span style="font-family:courier;"> </span></p>
<p><span style="font-family:courier;">Ich lasse diese Energie in mein Herz fließen und ich spüre ganz, ganz deutlich die Aussage: Es war absolut richtig, hier herzukommen, um all die neuen Themen für das nächste Jahr anzugehen. Da mein erstes Seminar des kommenden Jahres sich um Liebe und Partnerschaft dreht, ist dieser Orts- und Perspektivwechsel jetzt wichtig. Die Kernbotschaft, die ich beim geheiligten Herz Jesu erhalten habe, heißt: Liebe einfach, alles andere wird sich finden und regeln. Einfach nur lieben und nicht denken! Eine wunderbare Botschaft!&#8220;</span></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_25" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0167.jpg"><img class="size-medium wp-image-25" title="El Sagrado Corazón de Jesús" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0167.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">El Sagrado Corazón de Jesus St. Eulalia Barcelona</p></div>
<p><em>Ab diesem Tage war ich in der Kathedrale Stammgast, da ich mich hier immer in Ruhe und in aller Beschaulichkeit und – das war wichtig – ohne Geld aufwärmen konnte. Stunden verbrachte ich dort, intensiv verbunden in stiller Zwiesprache mit Jesus. Ich stellte ihm all die brennenden Fragen, die ich hatte, redete mir allen Kummer von der Seele und erhielt Antworten. Und wer ihn noch nicht antworten gehört hat: es sind klare und einfache Antworten, die eben wirklich vom Herzen kommen. Oft beginnt er mit „Das ist ganz einfach&#8230;“ und das ist es dann auch. So als ob man auf dem Boden ankommt und das tut, was das Nahe liegende ist: ohne Gedankenkonstrukte, ohne Wertungen, gerecht und entspannt. Wir schauten uns gemeinsam die Realität an und anhand der Realität erklärte er, was denn nun am sinn- und liebevollsten zu tun wäre. Es ist nicht immer einfach, das umzusetzen, schon weil man sich manchmal erschreckt fragt, ob es denn überhaupt so klar geht. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ich habe mir aus der Kathedrale eine Votiv-Kerze mit seinem Foto mitgebracht, die über Wochen immer wieder bei mir brannte, wenn ich Rat oder Trost brauche. Und das war in diesem so jungen Jahr eine ganze Menge, weil es meinem Sohn nicht gut ging. Ich habe mich immer wieder im Licht der Kerze mit &#8222;El Sagrado Corazón de Jesús&#8220; verbunden und mir seine Energie in mein Herz fließen lassen, was sehr, sehr heilend war und meine innere Unruhe und meine Sorgen und Ängste linderte.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_27" class="wp-caption alignleft" style="width: 241px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/wachsherz.jpg"><img class="size-full wp-image-27 " title="Wachsherz" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/wachsherz.jpg?w=490" alt=""   /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Mein Herzenswunder</p></div>
<p><em>In der Nacht zum Valentinstag hat die Kerze wieder einmal  lange gebrannt. Als ich dann tagsüber in mein Zimmer trat, da war die Kerze zwischendurch umgefallen und hat mir auf dem Nachttisch ein Herz aus Wachs hinterlassen. Seht her, das ist für mich (m)ein Valentinstag-Wunder! Es ist einfach unglaublich berührend und beglückend, von Jesus direkt ein Herz geschenkt zu bekommen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>In der Folgezeit habe ich ihn ständig aufgesucht und – ich habe ihm häufig Reiki</em><a href="#_ftn1"><em><strong>[1]</strong></em></a><em> geschickt und zwar auf die Zeit</em><a href="#_ftn2"><em><strong>[2]</strong></em></a><em> seines Leidensweges, zu dem Tag, als er das Kreuz durch Jerusalem und nach Golgatha getragen hat, als er am Kreuz hing.  Als ich es das erste Mal tat, hörte ich in mir die Worte: „Na endlich bist Du da!“. Ich habe ihm immer wieder zu dieser Zeit Reiki geschickt und in die Zeit nach der Auferstehung Reiki auf seine Hände und seine Füße. Nicht dass ich denke, dass er nicht selbst über Heilkräfte verfügt, selbst Gott ist, aber ich weiß, es ist auch schön, wenn man selbst mal in einer schweren Situation diese wunderbare Energie bekommt. Einmal habe ich auch direkt seinen Tod mit meinen Händen miterlebt. Zunächst hatte ich sehr starke Energieempfindungen in meinen Händen, sie glühten förmlich und dann spürte ich plötzlich etwas sehr, sehr Helles, Leichtes, Feines in Richtung Himmel entweichen. Dann wurden meine Hände langsam kalt. Das einzige, was ich dann noch fühlte, war, als ob in seinem Körper „eine Art Notstromversorgung angeschaltet wurde“.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Er ist mein Halt, mein Ratgeber, jemand, der es immer freundlich mit mir meint, der immer meint, was er sagt, er ist immer für mich da, meine Quelle.</em></p>
<p>Auf dem Camino, in Arzua in Galizien, suchten wir eine Quelle, denn wir hatten Durst und nichts mehr zu trinken. Ich wiederholte in mir die ganze Zeit: „Wir brauchen eine Quelle, wir brauchen eine Quelle“.  Wir fanden eine Kirche mit Ihm (und im Gemeindebüro ein Büchlein über die Erscheinungen von Fátima). Jesus ist die primäre Quelle, das lebendige Wasser. Das wurde mir dort wieder bewusst. Nach dem Rosario-Gebet in seinem Angesicht fanden wir hinter der Kirche einen Brunnen mit Wasser.</p>
<p><em>Selbst in schweren Stunden sagt er zu mir: Ich bin hier bei dir, ich bin da! Er tröstet mich. Ich empfinde „El Sagrado Corazón de Jesús“ als meinen geliebten Freund, der mich durch meinen Freund als menschlichen Stellvertreter auch in der Realität liebt und der durch mich liebt. Wir sind täglich in Kontakt, kein Tag vergeht ohne ihn, ich richte viele meiner Fragen an ihn. Auch auf dem Camino de Santiago  suchte ich immer wieder  „El Sagrado Corazón de Jesús“ in den Kirchen und Klöstern und freute mich immer wieder riesig, wenn ich ihn sah. Ich habe jede Gelegenheit genutzt, mich mit ihm in Verbindung zu setzen und mit ihm zu sprechen. Hier eine Sammlung von unserem Weg.:</em></p>
<div id="attachment_26" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/sagrado-corazonsammlung.png"><img class="size-medium wp-image-26 " title="Sagrado Corazónsammlung" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/sagrado-corazonsammlung.png?w=300&#038;h=174" alt="" width="300" height="174" /></a><p class="wp-caption-text">El Sagrado Corazón de Jesús</p></div>
<p><em>Auch die Gemeinde, in der ich jetzt zuhause bin, ist eine Herz-Jesu-Gemeinde. Wenn ich mich mit ihm in einer Kirche oder mit seinem Bild unterhalte, dann wird seine Statue oder das Bild oft lebendig. Die Umgebung der Statue verklärt sich, wie Luft, die über einem Feuer brennt, und beginnt die Statue beginnt, sich zu bewegen. Das bleibt dann so bis zum Ende des Gesprächs. Ähn­liches ist mir später auch mit Santa Maria Virgen passiert.  Bei Gottesdiensten geschieht dies &#8211; vor allem in Kirchen mit Hochaltar &#8211; mit dem gesamten Altargebiet und dies verstärkt sich besonders in den Momen­ten, wo gebetet oder gesungen wird. Die göttliche Energie wird für mich deutlich sichtbar und spürbar.</em></p>
<p><em>In vielen Zwiegesprächen hat er mir viele der Zusammenhänge und Übungen erklärt, die ich in einer An­leitung zum Handauflegen niederschrieb. Ich habe mir angewöhnt, regelmäßig zu ihm zu beten und ihn in mein Leben integriert. Und dies ist mein persönliches Gebet an ihn, (seit dem Camino bete ich noch immer in Spanisch, was mir mehr zu Herzen geht als das Deutsche) das ich aus einem Fátima-Gebet abgeleitet habe: Jesus Christus, te amo, te adoro, te necesito, te espero y te confio, te agradezco por todo con que tu llenas mi vida, te sigo. Te pido por tu amor, tu resurrección, tu guía, tu ayuda,  tu protec­ción  y tu bendición &#8211; Ich liebe Dich, ich verehre Dich, ich brauche Dich, ich hoffe auf Dich und ich vertraue Dir, ich danke Dir für alles, womit Du mein Leben füllst, ich folge Dir. Ich bitte Dich um Deine Liebe, Deine Auferstehung, Deine Führung, Deine Hilfe, Deinen Schutz und Deinen Segen. Amen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nach dem Camino hat er immer mehr von meinem Leben Besitz ergriffen, er will einen zu 100 %, das wird wohl jeder Christ bestätigen können. Er ist kein Hobby, er ist ganztags, 24/7, immer. Ein deutliches Bekenntnis – darunter geht es nicht. Vor kurzem erhielt mein Sohn eine Tüte T-Shirts geschenkt, eines gab er gleich an mich weiter: „I </em><em>♥ Jesus and Jesus ♥’s me“ stand da drauf. Manchmal muss ich tief durchatmen, doch:</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><strong><em>Lukas 9 (Hoffnung für alle)<br />
</em></strong></p>
<p><em>26 Wer sich schämt, sich zu mir und meiner Botschaft zu bekennen, den wird auch der Menschensohn nicht kennen, wenn er in seiner Macht und in der Herrlichkeit des Vaters und der heiligen Engel kommen wird.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Als ich dann jedoch in dem T-Shirt am Alexanderplatz an einer Gruppe Hare Krishna Jünger vorbeikam, die dort singend in ihren langen orangenen Gewändern tanzte, da musste ich – wieder &#8211; über mich selbst lachen… Ich mache mir einen Kopf um das T-Shirt und die singen und tanzen da, mit Verstärker,  für ihren Glauben als junge Männer in langen, orangen Gewändern. Das ist Glauben, das ist Verehrung, zum Abgucken, zum Fühlen, in aller Deutlichkeit!  So finde ich in der Form, wie Jesus mir im Außen zeigt, wie ich mich selbst verhalte, auch viel Humor.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Es ist keine Angst, die mich bewegt, diesen Weg weiterzugehen. Durch seine Präsenz erhalte ich so viel, dass ich gar nicht anders kann, als ihm zurückzugeben und dazu zu stehen, was ich tue. In keiner Zeit habe ich so kondensiert über die Liebe gelernt wie unter seiner Führung, so viel erfahren, so viel verstehen können. Er stellte meine ganze bisherige Welt auf den Kopf. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Über Liebe reden ist eine schöne Sache, Liebe jedoch in Gemeinschaft, z.B. in Familie zu leben eine ganz andere. Da kommen nämlich erstmal all die kleinen unfeinen eigenen Ecken und Kanten hoch, mit denen wir uns Fragen stellen, wo wir den anderen tatsächlich oder für uns im Stillen anklagen, uns beschweren, Fragen wie „Warum muss denn immer ich…?“ oder „Kann der/die nicht auch einmal…?“, all das „den Anderen nicht für gut halten“. Wer nicht in der engsten Gemeinschaft mit anderen Liebe, Zugewandtheit, uneingeschränktes Teilen und Frieden halten und leben kann, der hat in der Liebe noch viel Wachstumspotential, das habe ich in dieser Zeit an mir selbst intensiv gemerkt. All diese inneren Fragen führten mir immer wieder meine eigene Lieblosigkeit vor Augen, meine sture Erwartungshaltung darüber, wie Liebe sich anfühlen sollte, meist ungeachtet dessen, wie der Andere sich fühlte.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Er hat mir die Frage aller Fragen gegeben, um meine Denkweisen und Gedanken zu sortieren, Entscheidungen zu treffen und zu erkennen, wohin mein Weg führt, wo es voran geht: „Ist das wirklich Liebe? Fördert dieser Weg die Barmherzigkeit unter den Menschen, fördert er deine eigene Barmherzigkeit, die Barmherzigkeit des oder der Anderen?“</em></p>
<p><em><a title="Nací en Quito" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/naci-en-quito-santiagos-geschichte/" target="_self">Nächster Artikel</a><br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
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			<media:title type="html">Catedral Barcelona</media:title>
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			<media:title type="html">Sagrado Corazónsammlung</media:title>
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	</item>
		<item>
		<title>Nací en Quito: Santiagos Geschichte</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:18:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>imantlitzderliebe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Weg des Apostels]]></category>
		<category><![CDATA[Aufbruch in die weite Welt]]></category>

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		<description><![CDATA[Santiago wird an dieser Stelle etwas über seine Herkunft, seinen Weg nach Europa und seine Motivation schreiben. Meine Kindheit in Quito Ich bin ein 44-jähriger Mann und bin am 28. Dezember 1965 in Quito geboren, der Hauptstadt Ecuadors in Südamerika. Heutzutage lebe ich in Berlin, Deutschland und dies war mein größter Lebenstraum.  Mein Vater war [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=940&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Santiago wird an dieser Stelle etwas über seine Herkunft, seinen Weg nach Europa und seine Motivation schreiben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_2027" class="wp-caption alignright" style="width: 500px"><strong><strong><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/santiago-y-su-charango1.jpg"><img class="size-full wp-image-2027" title="Santiago y su charango" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/santiago-y-su-charango1.jpg?w=490&#038;h=630" alt="" width="490" height="630" /></a></strong></strong><p class="wp-caption-text">Santiago y su charango</p></div>
<p><strong>Meine Kindheit in Quito</strong></p>
<p>Ich bin ein 44-jähriger Mann und bin am 28. Dezember 1965 in Quito geboren, der Hauptstadt Ecuadors in Südamerika. Heutzutage lebe ich in Berlin, Deutschland und dies war mein größter Lebenstraum.  Mein Vater war von Beruf Zimmerman, aber aufgrund von Geschehnissen im Leben eines menschlichen Wesens ergab es sich, dass er als Kurier und Briefträger der staatlichen Post Ecuadors in Quito arbeitete.</p>
<p>Als ich 7 Jahre alt war, hatte ich das Glück ihn zu verschiedensten Gelegenheiten seiner täglichen Routine begleiten zu können, wo ich die Entwicklung seiner Arbeit beobachten konnte. Die Post hatte ihm ein Fahrrad zur Verfügung gestellt für eine tägliche Fahrstrecke von ungefähr 20 bis 30 km am Tag, so ganz genau weiß ich es nicht mehr. Aber diese Strecke hatte er vor dem Fahrrad täglich zu Fuß bewältigt. Als ich ihn begleitete, fuhr ich auf der Fahrradstange mit, die den Sitz mit dem Lenker verbindet. Heute frage ich mich, warum er, so wie er war, ein sehr geschickter Mann nie sich darum kümmerte, hinten am Fahrrad einen  Gepäckträger anzuschweißen. Auf jeden Fall war es sehr abwechslungsreich, mit Quitos Panorama vor der Nase auf dieser Stange zu sitzen.</p>
<p>Wenn ich ihn zu begleiten hatte, musste ich am Abend vorher früh zu Bett gehen, damit ich am nächsten Morgen auch früh aus dem Bett kam. So nahmen wir Kurs auf seine Dienststelle, um die Post abhzuholen, sortierten sie nach Straßen oder Namen und machten uns auf die Verteilungstour, die ungefähr 6 bis 8 Stunden dauerte. Schon auf der Strecke, erinnere ich, machen wir auch mal Pause, suchten ein Laden, um etwas zum Essen zu kaufen, meistens gab es Brötchen und um eine Coca Cola zu trinken. Ich erhielt ein Glas Cola und er trank die übrige Hälfte direkt aus der Flasche. Der besondere Genuß für ihn war es, seine Cola zu trinken und dazu eine Zigarette zu rauchen, eine Kombination, die ich nie verstehen werde.</p>
<p>Aber ich begleitete ihn nicht nur morgens, sondern er nahm mich auch öfters mit am Nachmittag, wo er gelegentlich als Zimmermann arbeitete. Ich erinnere mich daran, dass wir einmal das Haus eines Elektronik-Ingenieurs besuchten, der der Rektor eines Ausbildungsinstituts war, wo meine Eltern Hausmeistertätigkeiten versahen. Ich muss wohl so 3 oder 4 Jahre alt gewesen sein. Das allererste, was mir besonderes Wohlbehagen schenkte, war, dass dieser Ingenieur uns mit seinem Lieferwagen mitnahm, der sehr geräumig war und der einen intensiven Geruch nach einem sehr teuren Herrenparfum verströmte, da dieser Ingenieur eher wohlhabend war.</p>
<p>Sein Haus war sehr schön möbliert und still, völlig anders als ich es bisher kannte. Seine Hausangestellte rief uns, um uns Kaffee zu servieren und ich war überrascht, dass der Kaffee mit Milch zubereitet war- Das kannte ich bisher nicht, da unsere Familie aus Papa, Mama und 5 Geschwistern bestand. Das Gehalt meines Vaters reichte nicht, um Kaffee zu trinken, der mit reiner Milch zu trinken war. Dieser Ingenieur verstand sich darauf, Flugzeuge aus Balsaholz zu bauen und sie zu verkaufen. Eines Tages, als mein Vater wieder die Arbeit fortsetzte, die er an seinem Haus zu erledigen hatte, erhielt ich als Geschenk ein Flugzeug aus Balsaholz.</p>
<p>Ich konnte es kaum glauben, dass war so wundervoll, als dass es eigentlich war sein könnte. Es war ein sehr leichtes Spielzeug, ganz prachtvoll hergestellt. Ich erinnere den Moment, als er mir das Flugzeug gab und mir sagte, dass er es bewaffnet hatte und ich ihm mal meine Meinung dazu sagen sollte. Als wir wieder zuhause ankamen, hatte ich es ausgestattet und machte mich daran, mit meinen Geschwistern und Freunden aus unserem Viertel damit zu spielen. Was ich nicht erinnere ist, wie es dazu kam, dass ich es verlor und wie viel Zeit ich es hatte, aber ich glaube, dass ich es eine lange, lange Zeit an meiner Seite hatte.</p>
<p>Diese Geschichte wird irgendwann weitergehen&#8230;einfach in ein paar Wochen noch einmal nachschauen&#8230;</p>
<p><a title="Die Anreise: Der Weg der Engel und der Heiligen" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/die-anreise-der-weg-der-engel-und-der-heiligen-14-16-08-2007/" target="_self">Nächster Artikel</a></p>
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			<media:title type="html">Santiago y su charango</media:title>
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	</item>
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		<title>Die Anreise: Der Weg der Engel und der Heiligen / 14. &#8211; 16.08.2007</title>
		<link>http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/die-anreise-der-weg-der-engel-und-der-heiligen-14-16-08-2007/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 22:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>imantlitzderliebe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mit Santiago nach Santiago und von Lourdes nach Fátima]]></category>
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		<description><![CDATA[5 Mose 4 (Lutherbibel 1984) 29 Wenn du aber dort den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst. 30 Wenn du geängstet sein wirst und dich das alles treffen wird in künftigen Zeiten, so wirst du dich bekehren zu dem HERRN, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=935&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>5 Mose 4 (Lutherbibel 1984) </strong></p>
<p>29 Wenn du aber dort den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so wirst du ihn finden, wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele suchen wirst. <strong>30</strong> Wenn du geängstet sein wirst und dich das alles treffen wird in künftigen Zeiten, so wirst du dich bekehren zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchen.</p>
<p><em>Am 13. August 2007 gab ich die Schlüssel für meine gekündigte Wohnung der Hausverwaltung zurück, brachte die Reste meiner Habe zur Möbeleinlagerung in den angemieteten Container und fuhr zu Santiago. Am 14. August packte auch er seinen Rucksack und seine Zampo</em><em>ñ</em><em>a<a href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a> und wir brachen mittags auf, um unsere Reise nach Santiago de Compostela anzutreten. Wir wollten gleich ab Berlin die Kontrolle über unseren Weg aufgeben und sie Gott überlassen und haben – natürlich auch des Geldes wegen – uns entschlossen, nach Lourdes zu trampen, wo wir unseren Pilgerweg beginnen wollten. Auf dem Alexanderplatz gab es als letzte warme Mahlzeit gebratene chinesische Nudeln. Mit der S-Bahn fuhren wir nach Nikolasee zur Autobahnraststätte Grunewald an der Avus, einem bekannten Tramperplatz. Zunächst hielten wir direkt an der Autobahnauffahrt den Daumen und unser Schild „Köln – </em><em>Frank</em><em>furt – Stuttgart“ raus, doch dann liefen wir zur Tankstelle und begannen, Autofahrer anzusprechen, weil wir sahen, dass andere damit erfolgreich waren. Was ich zu diesem Zeitpunkt nicht wusste: Santiago spielte noch immer mit dem Gedanken, wieder nach Hause umzukehren&#8230;</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ein Autofahrer, den ich wegen der Mitfahrgelegenheit ansprach, fragte mich: „Was sind sie denn von Beruf?“ „Ich bin Heilpraktikerin und mein Freund ist Musiker und Altenpflegehelfer.“ Das war offensichtlich unsere Fahrkarte! Mit den Worten „Solche Leute sollte man unterstützen!“ öffnete er uns sein Auto und nahm uns mit – nicht weit – bis zur Autobahnraststätte Michendorf auf dem Berliner Ring. Auch dort sprachen wir wieder Autofahrer an und einer, ein bekennender Christ namens Jochen (hebräisch: Gott richtet auf), räumte sein Auto schnell für uns auf und nahm uns mit bis nach Hannover. Damit war also die Richtung entschieden, unser Weg würde über das Ruhrgebiet und Richtung Paris führen. Unser Fahrer  war von Beruf <a title="Jochen Friedrich" href="http://www.lokal-erfolgreich.de/?seite=ueber_uns" target="_blank">Marketingtrainer</a>. Auf dem Weg hielt er uns einen Schnellkurs in „Lokales Marketing“. Nach meiner Rückkehr nach Berlin fand ich das Seminar-Skript, das zwischenzeitlich im Briefkasten meiner ehemaligen Praxisräume gelandet war. Was ich mir bis heute gemerkt habe: Finde und lebe Deine spezielle Nische. Danke dafür!<br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Auf dem Rastplatz kurz vor Hannover sprach uns sogar schon ein Pärchen mit einem Hund an, ob wir mitfahren wollen. Sie nahmen uns mit nach Dortmund. Santiago ist wahrlich kein Freund von Hunden, da er als Kind mehrfach gebissen wurde, doch dieser Hund legte sich auf seinen Schoß und blieb dort bis Dortmund. Es war Santiagos erste Hundebegegnung des Camino. Unterwegs schrieb ich eine SMS an meine Schwester, die in Essen wohnt, ob wir bei ihr übernachten könnten. „Ja klar“, schrieb sie, „wann kommt ihr an?“ </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Freundlicherweise wurden wir in Dortmund bis an die S-Bahn gebracht und von dort aus waren es nur ein paar Stationen bis Essen, wo meine Schwester am Bahnhof wartet. Sie ist ganz bestimmt ein Engel! Bei ihr konnten wir die Nacht in einem richtigen Bett schlafen und wurden reich bewirtet. Mit einem großen Fresspaket  versehen brachte sie uns am nächsten Tag wieder zur Autobahn. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Schon nach 5 Minuten waren wir wieder unterwegs, ein Ägypter aus Brüssel, Händler für Wasserpfeifen auf Musikfestivals, nahm uns in einem verbeulten Ford-Transporter – Santiago musste hinten auf dem Fußboden sitzen &#8211; mit nach Liége in Belgien. Auf einer Tankstelle bei Liége warteten wir viele Stunden, fragten viele Leute – doch nichts. Irgendwann sahen wir ein anderes Tramper-Pärchen, das mit einem Schild vom Tankstellenbereich zur Ausfahrt lief und dann schnell mitgenommen wurde. Das machten wir nach. Ein deutscher Brummifahrer namens Wolfgang aus Suhl nahm uns mit. Wolfgang fuhr mit zwei anderen Brummifahrern im Konvoi und es wurde über Funk viel gescherzt, weil die Kollegen Santiago wegen seiner langen Haare auch für eine Frau gehalten hatten und nun natürlich neugierig waren, wie das mit den Frauen so wäre. In der gemeinsamen Rastpause spielte Santiago auf dem Parkplatz auf seiner Zampo</em><em>ñ</em><em>a für alle „La Lambada“. Auf dem letzten Parkplatz in Belgien in der Nähe von Mons kurz vor der französischen Grenze war erstmal Schluss für Wolfgang. Da es der Feiertag Maria Himmelfahrt war, war die französische Grenze bis 22.00 Uhr abends für Lastwagen geschlossen. Der Konvoi musste pausieren, die turnusgemäße Ruhepause war zudem erreicht. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>„Paris“ stand jetzt auf unserem Pappschild. Auf dem Rasthof bot uns ein Lastwagenfahrer, Sergio, die Mitfahrt an: Nicht nur bis Paris sondern sogar bis kurz vor Bordeaux! Das passierte so: Wir sprachen immer wieder Autofahrer und Lastwagenfahrer an, doch keiner sagte Ja. Plötzlich sprang an einer der Tanksäulen der voll gepackte Wagen einer kinderreichen, französischen Familie nicht an und wir boten sofort unsere Hilfe an und schoben mit an. Direkt danach wurde Santiago von Sergio angesprochen, Lohn einer kleinen, guten Tat. Wieder waren wir über Nacht versorgt! Einer von uns konnte komfortabel in der Couchette des sehr gepflegten, neuen Mercedes-Lasters schlafen, der andere auf dem Beifahrersitz. Gegen Mitternacht passierten wir Paris. Mit den kärglichen Überresten meines Schulfranzösisch tauschten wir uns über unser Woher? Wohin? aus. Sergio war ein eindrucksvoller Mann mit einer markanten Kopfform, dunkel, lange, kräftige Haare, fast ein wenig animalisch. Er stammte deutlich von den australischen Ureinwohnern ab, seine Heimat war Neu-Kaledonien<a href="#_ftn2"><strong>[2]</strong></a>.  Als wir am nächsten Morgen uns auf dem Parkplatz nahe Chagnas von Sergio verabschiedeten, lasen wir, dass oben auf der Frontscheibe des Lasters mit Riesenlettern das Wort „Angellines“ = Engellinie angebracht war. Gott hatte uns seine Engel als Begleiter und Führer für unsere Reise geschickt! Wow! Das prickelte, war eine gewaltige Gänsehaut wert!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Auf dem Parkplatz suchten wir uns eine neue Pappe und malten in Riesenlettern „Bayonne“ und „Lourdes“ drauf.  Es war ein wunderschöner, warmer Sommertag in Südfrankreich, Santiago stellte sich an die Auffahrt und ich legte mich auf meiner Isomatte in die Sonne. Schon nach kurzer Zeit hielt ein portugiesischer Lastwagenfahrer namens Miguel an, also sogar ein Erzengel, der uns auf der Fahrt – von unseren Pilgerplänen erfahrend &#8211; begeistert auf Spanisch von Fátima erzählte, wohin er gepilgert war. Auch in seinem Laster durfte ich wieder eine Weile in der Couchette schlafen. Miguel setzte uns in Bayonne, kurz vor der Spanischen Grenze ab. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Von dort nahm uns ein Gabriel, ein weiterer Erzengel, in seinem Auto mit zur Raststätte von Artiz. Er bat uns, die „La Vierge“, die Jungfrau, in Lourdes von ihm zu grüßen und dort für ihn zu beten. Auch in Artiz dauerte es nur Minuten, denn von dort nahm uns ein aus Deutschland stammender David (hebr. der Geliebte) nach Tabres mit. Er setzte uns an einem Kreisverkehr direkt an der Landstraße nach Lourdes ab. Dort hielt – fast wie bestellt &#8211; eine Adelina an, die uns die letzten </em><em>20 km</em><em> direkt nach Lourdes hineinbrachte und dort auf der Hauptstraße absetzte, wo wir gegen 21.00 Uhr ankamen. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir hatten innerhalb von 55 Stunden von Berlin aus Lourdes (</em><em>2000 km</em><em>!) erreicht, hatten beide Nächte warm, trocken, bequem schlafend und gut verpflegt verbracht. Wir hatten jeder 6,30 Euro für die Fahrt ausgegeben, jeweils für 2 S-Bahn-Tickets, der Rest war uns von Engeln und Heiligen und einfach wunderbaren Menschen geschenkt worden. Für uns war bestens gesorgt worden: Danke dafür!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nach einer warmen Mahlzeit gingen wir als erstes ins Sanktuarium und zur Grotte der Vierge Maria, la Santa Maria Virgen<a href="#_ftn3"><strong>[3]</strong></a>. Als es schloss, entschieden wir, die Nacht draußen zu schlafen. Es war schon sehr spät, eine Pilgerherberge hätten wir nicht mehr gefunden. Wir suchten eine Weile im Dunkeln und fanden dann einen Weg in einem Parkgelände, ein wenig den Berg hinauf, der in einer ruhigen und dunklen Sackgasse endete, direkt an einem Felsen. Dort legten wir uns mit Isomatte und Schlafsack in einer Wegbiegung, geschützt unter Bäumen, an den Wegesrand. Was wir nicht wussten und erst am Morgen entdeckten, war, dass wir nur wenige Meter unterhalb der Kalvarie auf dem Chemin de Croix, dem Kreuzweg von Lourdes, geschlafen haben. Es war ein stiller und abgeschiedener Ort unmittelbar am Berg. Es war für uns im Dunkeln gar nicht erkennbar, dass wir auf dem Kreuzweg waren. Wir haben so dicht wie möglich bei Jesus, zu seinen Füßen geschlafen und ganz sicher in seinem Schutze. Er hat uns zu sich geholt. So sorgte Gott für uns. Unser Camino begann mit einem Paukenschlag. Man möge es uns in Lourdes nachsehen.</em></p>
<p><a title="Von Lourdes nach St. Jean Pied de Port" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/frankreich-von-lourdes-nach-st-jean-pied-de-port-140-km-17-23-08-2007/" target="_self"><em>Nächster Artikel<br />
</em></a></p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Südamerikanische doppelreihige Panflöte</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Zu Frankreich gehörige Inselgruppe im Nordosten Australiens</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> La Vierge (franz.) = die Jungfrau, Santa Maria Virgen (spanisch) = heilige Jungfrau Maria</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/mit-santiago-nach-santiago-und-von-lourdes-nach-fatima/'>Mit Santiago nach Santiago und von Lourdes nach Fátima</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/935/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=935&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Frankreich: Von Lourdes nach St. Jean Pied de Port (140 km) / 17. &#8211; 23.08.2007</title>
		<link>http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/frankreich-von-lourdes-nach-st-jean-pied-de-port-140-km-17-23-08-2007/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>imantlitzderliebe</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Den 17. August verbrachten wir ganz in Lourdes, nahmen an verschiedenen Messen, an einer Führung von freiwilligen Helfern durch das Sanktuarium und zu den Lebensstationen der heiligen Bernadette und an der abendlichen Lichterprozession teil. Im Cachót, dem ärmlichsten Wohnort der Bernadette, hörte ich das erste Mal das Ave Maria, das dort ein junger, bayrischer Freiwilliger [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=932&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_970" class="wp-caption alignleft" style="width: 278px"><em><em><a title="Den Rosario mitbeten" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/11/den-rosario-mitbeten/" target="_blank"><img class="size-full wp-image-970" title="Santiago in Lourdes" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/santiagolourdes.jpg?w=490" alt=""   /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Santiago vor der Grotte in Lourdes</p></div>
<p><em>Den 17. August verbrachten wir ganz in <a title="Lourdes" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/11/lourdes/" target="_blank">Lourdes</a>, nahmen an verschiedenen Messen, an einer Führung von freiwilligen Helfern durch das Sanktuarium und zu den Lebensstationen der heiligen Bernadette und an der abendlichen Lichterprozession teil. Im <a title="Cachot" href="http://www.lourdes-france.org/index.php?goto_centre=ru&amp;contexte=de&amp;id=1131" target="_blank">Cachót,</a> dem ärmlichsten Wohnort der Bernadette, hörte ich das erste Mal das Ave Maria, das dort ein junger, bayrischer Freiwilliger für uns betete. Ein riesiger Rosario hing dort über dem Kamin. Uns wurde erzählt, dass die Familie ihn jeden Abend gebetet hatte. In Lourdes erhielten wir den ersten Stempel in unserem Credencial und verbrachten die erste Nacht in einer Pilger-Herberge, im Ave Maria in der Avenue du Paradís – was für Namen! Bei der gegrüßten Maria im Paradies! Im Ave Maria gibt es morgens sogar noch Frühstück, ein schöner Morgen! Am nächsten Morgen kauften wir uns Andenken – ich mir einen Rosario<a href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a> -, dann füllten wir uns unsere Wasserflaschen mit dem heiligen, heilenden Wasser im Sanktuarium auf und machten uns auf unsere 1. Etappe auf dem Jakobsweg, dem Camino de Santiago. Wir hatten dafür im Infohäuschen des Sanctuariums <a title="Etappenbeschreibung Lourdes - Asson" href="http://www.aucoeurduchemin.org/spip/Lourdes-Asson,637.html?lang=fr" target="_blank">Etappenbeschreibungen </a>für den Voie de Piemont erhalten.<br />
</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir wanderten die wunderschöne Vorpyrenäen-Etappe bis nach Asson: Frische Luft, sanfte Waldwege mit plätschernden Bächen, weite Bergpanoramen. Auf einer Lichtung spielt Santiago auf seiner Zampoña – wie ein Waldelf.<br />
</em></p>
<p><a title="Santiago spielt" href="http://www.youtube.com/watch?v=_BKAJ0xB4us" target="_blank">Santiago und seine <em>Zampoña</em></a></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1018" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0010.jpg"><img class="size-medium wp-image-1018" title="Altar Bétharram" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0010.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Altar in der Kirche von Bétharram</p></div>
<p><em><a title="Leben in Gottes Reich" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/21/leben-in-gottes-reich/" target="_blank">Was für eine schöne Welt!</a> </em><em>Ein tiefgrüner Gebirgsfluss, der Gave du Pau, begleitete uns lange. In Bétharram goutierten wir die wunderschöne Kirche mit einem Sternenzelt an der hohen Holzdecke. Direkt danach stiegen wir unseren ersten vollständigen Kreuzweg hinauf. Steil war es! An jeder Station, es waren jeweils kleine, weiße Kapellchen, hielten wir, schon weil ich kaum noch Luft kriegte, andächtig an. Wir hatten zwar nur unseren Rucksack auf dem Rücken und kein Kreuz, doch die Anstrengung des Kreuzweges haben wir hier auch erfahren! Die Sonne stach heiß. Ich merkte, dass ich mein neues Wanderbasekap gleich am ersten Morgen in Lourdes am Frühstückstisch liegen gelassen hatte – schade auch!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1019" class="wp-caption alignnone" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/calvariebetharram.jpg"><img class="size-full wp-image-1019" title="calvariebetharram" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/calvariebetharram.jpg?w=490&#038;h=325" alt="" width="490" height="325" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Ziel des Kreuzweges von Bétharram: Die Kalvarie</p></div>
<div id="attachment_1020" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0012.jpg"><img class="size-medium wp-image-1020" title="Kirche von Bétharram" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0012.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Kirche von Bétharram</p></div>
<p><em>Am Wegesrand pflückte ich frische Minze. Die krümelte ich mir in meine Wasserflasche und hatte fortan Lourdeswasser mit Minzgeschmack. Direkt am Ortsschild von Asson fragte mich ein Autofahrer, wie ich erfuhr der Küster des Ortes, ob ich denn in Asson in der Herberge übernachten wollte, was ich ihm bejahte. Er bat mich, erst in einer halben Stunde dort vorbeizukommen, er hätte noch eine Besorgung zu machen. So wartete ich vor der Kirche. Santiago wollte nicht in Asson bleiben, denn die Strecke, </em><em>24 km</em><em>, war ihm viel zu kurz. Ich konnte nicht mehr, mir taten meine Beine wirklich weh. Ich spürte die Knochen in meinem Oberschenkel, als wollten sie aus den Hüftpfannen springen. 300 Höhenmeter Aufstieg und 440 Abstieg hatte ich an diesem 1. Tag bezwungen. Ich war stolz darauf, was ich geschafft hatte, das war genug! Unsere Wege schienen sich schon an diesem ersten Tag zu trennen. Erst ließ Santiago mich tatsächlich nach dem Einkaufen in Asson zurück. Wir verabschiedeten uns. Dann überlegte er es sich anders, hatte mit mir Einsehen und kam zu mir zurück.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Die Herberge in Asson ist ganz klein, jedoch wunderschön: es gibt ein Zimmer mit einem Doppelstockbett, Kochgelegenheit, Esstisch und Badezimmer. Es war schon ein Pilger dort, den der Küster vorher wohl schnell an einem anderen Schlafplatz untergebracht hatte, wie wir hinterher merkten. Wir waren zahlende Pilger, er konnte nichts bezahlen. Wir haben gemütlich miteinander gekocht, gegessen und uns unsere Geschichten erzählt.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Olivier war in seinem Wohnort Albi<a href="#_ftn2"><strong>[2]</strong></a> losgepilgert und ebenfalls über Lourdes gewandert. Sein Gepäck bestand aus einem kleinen Rucksack, einem Schlafsack, einer Isomatte und eine Schultertasche, in der er sein Schreibzeug mitführte. Er erzählte uns, dass er sehr wenig Geld hätte und er immer fragte, ob er kostenlos irgendwo schlafen könnte. Wenn er nichts fand, dann schlief er draußen, bei Regen suchte er sich ein überdachtes Plätzchen. Er war recht schnell bis Lourdes gelaufen, denn er wollte am 15. August dort bei den Feierlichkeiten zu Maria Himmelfahrt dabei sein, was wir leider verpasst hatten. Doch ab jetzt wollte er langsamer laufen, am Morgen war er in Betharram aufgebrochen. Er sagte über die Streckenwahl seinen Leitsatz: „Wenn dein Pferd einen langen Weg zurücklegen soll, dann geh gut mit ihm um.“ </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Und dieser Olivier entpuppte sich als ein Spezialist des Rosarios, er trug drei verschiedene mit sich. Er betete ihn jeden Morgen vor dem Aufstehen. Er erzählte uns von den 20  Mysterien, wie die einzelnen Stationen des Rosarios aussehen, d.h. was wo gebetet wird. Am Morgen kaufte ich einen Rosario, am Abend schickte mir Gott bereits den Lehrer dafür! Oder: Wenn der Schüler bereit ist, dann ist der Lehrer da! Da war es offensichtlich, dass gebetet werden sollte, oder?</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Am nächsten Tag besuchten wir den Sonntagsgottesdienst in Asson, ein ganz familiärer Gottesdienst. Beim Wandern begann Santiago mir das Vaterunser und das Ave Maria auf Spanisch beizubringen, da ich den Rosario eben selbst beten lernen wollte. Das deutsche Vaterunser hätte ich noch zusammen bekommen, aber das Ave Maria kannte ich ja gar nicht, hatte es nur in Lourdes einmal gehört. Ich benutzte an diesem Tag das erste Mal meinen Teleskopwanderstock, Santiago schnitt sich am Weges­rand, als wir uns wegen Regen unterstellten, mit dem Taschenmesser einen Haselnussstock als Wanderstab ab. Wir haben sie immer wieder unterwegs  gut brauchen können.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>An diesem Tag wollte Santiago weiter wandern als am Tag zuvor, also waren wir um 20.00 Uhr immer noch auf der Straße, als wir in Buzy ankamen. Dort fing es an zu regnen und wir suchten nach einem Schlafplatz. Alles, was wir sahen und wo wir fragten, war für uns zu teuer, 35 Euro, 50 Euro. Santiago suchte für uns etwas zu Essen, während ich mich in einem Bushäuschen ausruhte. Er fand eine Pizzeria, wir hatten beide großen Hunger. Doch wohin, wo nun schlafen? In der Pizzeria fragten wir die Wirtin, ob sie einen preiswerten Schlafplatz für uns wüsste. Während des Essens &#8211; unsere letzte gemeinsame warme Mahlzeit in einem Restaurant bis Fátima, das wusste ich damals nur noch nicht! &#8211; wurde ich immer ängstlicher und begann zu beten, während ich das Kreuz meines Rosarios fest umklammert hielt: BITTE HILF UNS, WIR BRAUCHEN EINEN PLATZ, WO WIR IM TROCKNEN ÜBERNACHTEN KÖNNEN! Kurz bevor wir wegen Geschäftsschluss aufstehen mussten, kam ein Mann an unseren Tisch, der Küchenhelfer der Pizzeria. Er bot uns an, mit ihm in seinem Zelt zu übernachten. EIN TROCKENER ORT ZUM SCHLAFEN: Mein Gebet war erhört worden. Gott hatte uns einen rettenden Engel geschickt! Mein Herz sprang vor Freude und Erleichterung. Matte und Schlafsack hatten wir ja dabei! Dieser Mann hatte, wie er uns erzählte, selbst längere Zeit auf der Straße verbracht und wusste daher, wie man sich fühlt, wenn man am Ende des Tages ohne Schlafplatz dasteht. Der Mann hieß Christophe, ein Bote des Christus und des heiligen Christophorus, der der Schutzpatron der Reisenden und Pilger ist! Danke, Christ(oph(orus))!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Am nächsten Morgen sah ich, dass nachts eine dicke Nacktschnecke auf Santiagos Schulter geklettert war. Ich dachte mir, vielleicht oder hoffentlich flüstert sie ihm ins Ohr: „Renn mal nicht so schnell, lang­samer kommt man auch an, erinnere dich an Oliviers Leitspruch.“ Hat er es vernommen? Eher nicht! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Auf dem Campingplatz konnten wir sogar warm duschen. Christophe brachte uns mit dem Auto zum Camino zurück. An diesem Tag wanderten wir weiter in Richtung Oloron Sainte-Marie. Unterwegs trafen wir Olivier auf einem Rastplatz wieder und teilten unsere Verpflegung mit ihm, er hatte in der regnerischen Nacht in einem Waschhäuschen übernachtet. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1023" class="wp-caption alignleft" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0017.jpg"><img class="size-full wp-image-1023" title="Vorpyrenäen" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0017.jpg?w=490&#038;h=653" alt="" width="490" height="653" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Zauberhafte Panoramen in den Vorpyrenäen</p></div>
<p><em>In der Nähe von Herrere ging mir das Wasser aus. Ich fragte eine Bäuerin, die in ihrem Garten arbeitete, ob sie mir meine Wasserflasche auffüllen könnte, was sie gerne tat. Und sogar noch mehr: Sie lud uns auf eine Tasse Kaffee ein!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Gegen Abend kamen wir in der Kathedrale von Oloron Sainte-Marie an, einer wunderhübschen, uralten, ehemaligen Bischofsstadt, wo wir den Abendgottesdienst besuchten. An einer großen Weltkarte konnten wir mit Nadeln unseren Herkunftsort markieren. Santiago steckte seine Nadel stolz nahe des Äquators in Quito ein, da war noch keiner hergekommen, aus Berlin schon mehrere. Ich war müde und wollte nicht mehr weiter und betete um Einsehen bei Santiago. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nach dem Gottesdienst fragte er zum Glück den Küster, ob er wüsste, wo man hier übernachten könnte, die Herberge, an der wir vorbeigekommen waren, war sehr teuer gewesen. Die Übernachtungs­möglichkeiten im Zugriff des Küsters waren schon belegt. Doch er hieß uns warten und kurz darauf holte uns zu unserer Überraschung der Pfarrer einer anderen Kirche mit dem Auto ab und brachte uns im Salle de Catechesme (Katechismusraum) der Kirche St. Croix unter, wo wir auf dem Fußboden schlafen konnten. Herzlichen Dank dafür! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1027" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0021.jpg"><img class="size-full wp-image-1027" title="Oloron Sainte Marie" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0021.jpg?w=490&#038;h=653" alt="" width="490" height="653" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Romantisches Oloron Sainte Marie</p></div>
<p><em>Und – dort trafen wir Olivier wieder! Zum Waschen konnten wir einen Toilettenraum mit Kaltwasser benutzen, die nötigste Wäsche wurde schnell gewaschen und im Hof unterm Dach aufgehängt. An diesem Abend vertieften wir unser Wissen über den Rosario, schrieben die 20 Mysterien auf einen Zettel, den Santiago ab diesem Tag in seiner Hosentasche trug. Santiago brachte Olivier das spanische Vaterunser und Ave Maria bei, weil Olivier ab nun auch in Spanisch weiterbeten wollte, es für das gemeinsame Rosario-Gebet in den Kirchen brauchte. So tauschten sie ihre Fähigkeiten aus. Der Küster von St. Croix versorgte uns währenddessen mit Gemüsesuppe, gekochten Eiern, Brot und Nüssen. Was für ein Festmahl, wir genossen die Barmherzigkeit der Kirche, ihrer Menschen! Die ganze Nacht goss es wie aus Eimern. Wir lagen im Trocknen, was schadet uns das! Am nächsten Morgen trafen wir Olivier, der vor uns aufgebrochen war, wieder in einer Klosterkirche zum Gottesdienst. Bei strömendem Regen brachen wir auf. Olivier haben wir seither nicht mehr gesehen, denn er wollte viel langsamer als wir pilgern, doch unterwegs haben wir immer wieder von ihm gesprochen. Olivier war unser Engel des Rosarios!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1024" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0018.jpg"><img class="size-medium wp-image-1024" title="Regnete" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0018.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Es regnete und regnete, mehr als unseren Plastikponchos gut tat!</p></div>
<p><em>Beim Verlassen von Oloron verloren wir die Pfeile des „Voie de Piemont“, denn durch Oloron Sainte Marie läuft als Hauptweg der Voie d’Arles. Wir wanderten auf der Landstraße nach der Karte weiter. In einer Käserei kaufen wir frischen Landkäse und Baguette für unsere nächste Pause. Es regnete und regnete. Unsere Plastikponchos waren nicht wirklich in der Lage, diese Wassermassen von uns fernzuhalten. In Aramits, dem Ort, wo der Musketier Aramis herkommt (wir sind an seinem Schloss vorbeigelaufen), kehrten wir in der Casa de Nuestro Señor ein, im Hause unseres Herrn, in der Kirche. Wir warteten dort  2 – 3 Stunden den Regen ab, ruhten uns aus, aßen unser Brot und versuchten, trocken zu werden. Wenn wir als Pilger auf dem Weg zu Ihm kein Zuhause haben, dann muss doch Sein Haus für uns da sein, oder? </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir waren sehr dankbar für die offene Tür. Als es aufhörte zu regnen, liefen wir weiter, denn wo wir auch fragten, es gab keinen Platz zum Schlafen. In Hotels fragten wir nicht. Weiter durch Lanné und Montory, bergauf und bergab in der feuchten Abenddämmerung. Am Ortseingang von Tardets, es war mittlerweile 21 Uhr und schon dunkel, schnaufte ich zu Santiago: „Da hast Du Deine Pension.“ </em></p>
<div id="attachment_1025" class="wp-caption alignleft" style="width: 500px"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0024.jpg"><img class="size-full wp-image-1025" title="Tardets Sourholus" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0024.jpg?w=490&#038;h=367" alt="" width="490" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Unsere Pension&quot; in Tardets Sourholus</p></div>
<p><em>Auf der anderen Straßenseite stand ein Bushäuschen aus Holz. Erst dachte ich, es genügt, wenn ich die Rettungsdecke und meinen Schlafsack über uns decke, doch Santiago breitete bald seine Isomatte auf dem Boden aus und legte sich in seinen Schlafsack zum Schlafen. Gegen Mitternacht war ich durchgefroren, von der Rettungsdecke nass und durfte dann zu Santiago in den Schlafsack kriechen, zum Glück! Zu Zweit pilgern hat viel Gutes, z.B. eine lebendiges Heizkissen!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Am Morgen liefen wir nach Tardets hinein, ein sehr schönes altes Städtchen. Ich trank am beschaulichen Marktplatz eine dampfende Tasse Café au Lait in der Sonne, das hatte ich mir nach der Nacht verdient. So kann man auch immer in Ruhe die Toilette im Café benutzen, immer eine große Erleichterung für den Pilger. Wir studierten unsere Karte, wie ging es nun weiter? Pfeile hatten wir nicht mehr. Wir entdeckten einen Weg nach St. Jean, doch konnten nicht erkennen, ob er schon in die Berge führt. Wir fragten im Tourismusbüro nach, wie hoch der Weg führt: </em><em>400 m</em><em> Höhendifferenz soll er haben. Tardets liegt auf ca. </em><em>210 m</em><em>. „Das schaffe ich!“ sagte ich mir. In einem Supermärktchen kauften wir Verpflegung ein und setzten uns in den Park zum Frühstück. </em></p>
<div id="attachment_1026" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0025.jpg"><img class="size-full wp-image-1026" title="Tardets Frühstück" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0025.jpg?w=490&#038;h=367" alt="" width="490" height="367" /></a><p class="wp-caption-text">Frühstück im Park von Tardets Sorholus</p></div>
<p><em>In einem Landhandel erstanden wir für je 6 Euro richtige Regenmäntel, denn unsere Plastikregenponchos bekamen schon Risse, mit so viel Regen hatten wir im Hochsommer nicht gerechnet. Die Mäntel sind grün und schwer, wohl für Jäger gemacht. Wir nennen sie unsere Elbenmäntel, denn sie hatten spitze Mützen und wir sahen damit aus wie Frodo und Sam. In der Natur sind wir darin kaum auszumachen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Bei unserer nächsten kurzen Pause kam ein freundlicher, weißer, wuscheliger Hund zu mir und ließ sich von mir streicheln, war ganz anhänglich, kletterte mir auf den Schoß. Santiago hielt weiterhin Abstand. Der Hund sah &#8211; bis auf die Farbe &#8211; aus wie Schorsch, der verstorbene Pudelpointer meiner Ex-Schwiegereltern, der eine Weile auch bei mir gewohnt hatte. Schorsch sah aus wie ein laufender, weiß-brauner Flokati und er hatte die Gabe zu lächeln; jetzt also ein freundlicher reinweißer Flokati mit Ohren und Füßen und ebenfalls einem Lächeln. </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1029" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0028.jpg"><img class="size-full wp-image-1029" title="Santiago und Blanco" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0028.jpg?w=490&#038;h=367" alt="" width="490" height="367" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Santiago und Blanco am Col de Lecharia</p></div>
<p><em>Schon im nächsten Ort kam wieder ein weißer Hund auf uns zu, er sah aus wie der große Bruder des Ersten. Da ich fremde Hunde, die auf mich zukommen, immer freundlich anspreche, begrüßte ich ihn mit den Worten: „Na, musst Du hier mal ganz wichtig gucken?“ Beim Gucken blieb es wahrlich nicht. Der Hund hatte sich wohl entschieden, uns zu begleiten. Uns begegneten Mountainbiker, wir fragten sie nach der Strecke. Sie sagen: jetzt geht es für uns erstmal </em><em>10 km</em><em> bergauf. Na ja, </em><em>400 m</em><em>, das wird ja gehen. Doch </em><em>400 m</em><em>, das war nur die erste große und steile Steigung. Man konnte den Streckenverlauf nicht erkennen, es ging um viele Biegungen. Viele Hügel und hohe Bäume verdecken den Weg. Der Abstand zwischen Santiago und mir wurde größer. Der Hund, wir hatten ihn inzwischen Blanco, „Weißer“, getauft, überbrückte regelmäßig die Distanz zwischen uns, mal lief er vor, mal zurück. </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1028" class="wp-caption alignleft" style="width: 215px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0027.jpg"><img class="size-medium wp-image-1028 " title="Wasser" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0027.jpg?w=205&#038;h=274" alt="" width="205" height="274" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Wasser!!!</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nach einer Weile begann ich, vor Anstrengung zu zittern, es war wirklich sehr steil. Ich setze mich an den Straßenrand, aß noch eine Extraportion meiner L-Carnitin-/Magnesium- und Vitamin-Tabletten und Joghurt,  B-Vitamine: das brauchte mein Körper. Blanco und Santiago warteten auf mich, bei beiden keine Spur von Erschöpfung. Weiter und weiter ging es bergauf. Blanco sprang in eine Viehtränke am Wegesrand und soff. Ich füllte meine Wasserflasche an einem Wasserhahn daneben auf. Irgendwann erreichten  wir an eine Kuppe mit einem Schild: Col de Lecharria Altitude </em><em>832 m</em><em>. Schon klar, exakt </em><em>400 m</em><em> Höhendifferenz. Von wegen! Von dort aus stiegen wir ab in ein Tal mit vielen Findlingen. Nur um wieder bergauf steigen zu können. Uns fängt an, die Musik der Berge zu umklingen, das vielfache Läuten der Glocken der Weidetiere. </em></p>
<p><em>Die Vegetation änderte sich, die Bäume werden weniger, das Strauch- und Wiesenland begann. Wir begegneten sanftbraunen Kühen, Schafherden und freilaufenden Pferden. Bergauf, bergauf! Ahusquy, der Ort, den wir auf der Karte gesehen haben, liegt auf ca. </em><em>1100 m</em><em>.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1030" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0030.jpg"><img class="size-full wp-image-1030" title="Santiago kurz vor Ahusquy" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0030.jpg?w=490&#038;h=653" alt="" width="490" height="653" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Santiago und Pferd kurz vor dem Gipfel von Ahusquy</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Beim Aufstieg nach Ahusquy zeigte sich mir eines, wenn man im  Leben einen steilen Weg aufwärts, ein hohes Ziel hat. Die beste  Blickperspektive ist auf direkt auf die Straße vor uns. Wenn wir immer  nur auf das Ziel sehen, dann verstärkt sich der Gedanke &#8222;Oh, das ist  anstrengend, noch so hoch, noch so weit!&#8220; Wir dürfen allerdings uns gern  immer mal wieder umdrehen und zurückschauen und dann merken: &#8222;Oh,  soviel habe ich schon geschafft! Prima!&#8220; Denn das gibt Kraft, allerdings  kommt man dabei nicht weiter. Der Blick auf den Weg vor uns und auch  mal nach rechts und links bringt uns vorwärts und lässt uns die  Landschaft intensiv erfahren.<br />
</em></p>
<p><em>Nach Ahusquy stieg der Weg noch weiter an &#8211; bergauf in die  Hochebene. Santiago setzte sich irgendwann wegen des frischen Windes eine Plastiktüte auf den Kopf: „El frio del pa</em><em>ramo“ nannte er es &#8211; die Kälte der Hochebene, das kannte er aus seiner Heimat. Am Boden waren </em><em> </em></p>
<div id="attachment_1031" class="wp-caption alignright" style="width: 266px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0033.jpg"><img class="size-medium wp-image-1031" title="El frio del páramo" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0033.jpg?w=256&#038;h=274" alt="" width="256" height="274" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">El frio del páramo - Berge und Blanco</p></div>
<p><em> </em><em>nur noch Bodendecker und Flechten zu sehen, runde Bergkuppen umgaben uns, das Panorama war atemberaubend, wie für mich der Aufstieg. Santiago war hier ganz in seinem Element, er liebt die Berge, die weite Aussicht! Er ist in den Anden groß geworden, Quito liegt auf </em><em>2800 m</em><em>, Bergsteigen gab es täglich &#8211; von Kindesbeinen an. Wahrscheinlich sind auch seine Lunge und sein Blut ganz anders ausgelegt als bei mir. Er war begeistert über die unerwartete Bergetappe, glücklich, zufrieden. Er erzählt mir von „Haza</em><em>ñ</em><em>as“, Prüfungen, Aufgaben, durch deren Bewältigung man persönlich wächst, Heldentaten! Der ganze Camino wird für uns eine Haza</em><em>ñ</em><em>a. Doch hier freute er sich über diese Haza</em><em>ñ</em><em>a. Da hat er  „Schwein gehabt“! Ohne die kenntnisarme Dame im Tourismus-Büro hätte er mich nie jetzt schon so hoch in die Berge gekriegt. Doch auch ich gewann, und zwar das Selbstbewusstsein, dass ich das auch schaffen kann. Der höchste Punkt dieser Bergetappe lag bei </em><em>1300 m</em><em>. Mehr als </em><em>1000 m</em><em> Höhendifferenz! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1032" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0034.jpg"><img class="size-medium wp-image-1032" title="Pause in den Bergen" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0034.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Pause in den Bergen - barfuß, Baguette und Tomate</p></div>
<p><em>Blanco blieb die ganze Zeit bei uns, immer freundlich, eben als ob er lächelte, legte sich zu uns, wenn wir Pause machten, nahm aber kein Fressen an, ließ sich auch nicht nach Hause schicken. Er war häufiger bei Santiago als bei mir, Santiago lernte mit Blanco wirklich die Güte, Freundlichkeit und Treue der Hunde kennen. Weiter ging es auf langen Geraden in den Abstieg nach Mendive. Hier hätte man den Weg erkennen können… Am späten Nachmittag begann es wieder zu regnen, Zeit für unsere neuen Elbenmäntel, Zeit für den Rucksack­regen­schutz. Auch hier fanden wir zunächst nichts zum Übernachten, wenn wir bei Gîtes<a href="#_ftn3"><strong>[3]</strong></a> klingel­­ten, war alles besetzt. Es wäre wahrscheinlich sowieso zu teuer gewesen. Wir liefen und liefen, ich konnte nicht mehr, egal, ich konnte ja nicht im Stehen einschlafen. Es wurde später und später, es wurde duster. Trotzdem setzten wir einen Fuß vor den anderen. Inzwischen hatten  wir wieder die Landstraße erreicht.  Und jetzt geschah etwas Erstaunliches: Als wir im Dunkeln und strömenden Regen die Straße entlang wanderten, da rannte Blanco, der leuchtend weiße Hund, immer in die Mitte der Straße, um die vorbei­fahren­den Autos in ihrer Geschwindigkeit zu stoppen, damit uns in unseren dunklen Elbentarn­mänteln nichts passierte und wir nicht noch nässer wurden. Er riskierte ständig sein Leben für uns. Zunächst hielten wir ihn für einen Hunde-Engel, aber sicher hatte hier der heilige Santiago diese Hundegestalt angenommen, um uns sicher zu geleiten. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Gegen 22 Uhr kamen wir in St.-Jean-le-Vieux an, ein hübscher Ort  fünf Kilometer vor St.-Jean-Pied-de-Port, dem bekannten Pilgerort. Wir mussten ca. </em><em>50 km</em><em> gelaufen sein, eine 14-stündige Pilgerschicht. Vor Ort fanden wir wieder ein Bus-Häuschen, eine Art Fachwerkhäuschen, diesmal schöner als in Tardets, wesentlich geschützter. Es hatte vier Wände und nur an einer Seite einen schmalen Eingang. Gegenüber war eine öffentliche Toilette, für alles war gesorgt. Wir legten unsere Isomatten aus, und Blanco legt sich in den Eingang, um uns die ganze Nacht zu bewachen. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1033" class="wp-caption alignright" style="width: 235px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0035.jpg"><img class="size-medium wp-image-1033" title="St. Jean Pied de Port" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0035.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">St. Jean Pied de Port - Einkehr im Regen</p></div>
<p><em>Und genau so fanden wir ihn am nächsten Morgen auch. Blanco blieb an unserer Seite und lief mit uns die nächsten fünf Kilometer bis nach St.-Jean-Pied-de-Port hinein, was auf ca. </em><em>270 m</em><em> ü. d. M liegt. Die Menschen schauten alle auf den Hund, er wartete auch vor dem Pilgerbüro auf uns. Dort suchten wir uns unsere Pilgermuschel aus, erhielten zwei essentielle Blätter, nämlich ein Herbergsverzeichnis und eine Übersicht der Etappen mit Höhenprofil für den Camino Francés, und einen kleinen Zettel mit einer Nummer für unser Bett für die Nacht in der Pilgerherberge. Wir konnten auch noch ein wenig das Internet nutzen und schickten erste Grüße an unsere Familien und Freunde. Der Camino Francés mit seinem geregelten Herbergssystem tat sich für uns auf. Und zum Unterschied zur Stille auf dem Voie de Piemont: Überall Pilger! </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nach der Kurzetappe von fünf Kilometern konnten wir den Rest des Tages ausruhen und St. Jean entdecken, ein beschauliches, mittelalterliches Städtchen mit schmalen Gassen, Zitadelle, Stadtmauer und verwunschenen Treppen, einem reißenden Fluss, der durch den vielen Regen gewaltig angeschwollen war und lautstark brausend St. Jean durchquerte. Blanco wartete überall auf uns, vor dem Café und der Herberge, wo wir unsere Rucksäcke gegen ein Uhr endlich abgeben konnten. Als wir die Kirche betraten, machte Santiago Blanco klar, dass er dort nicht mit hinein konnte. In diesem Moment hat uns Blanco verlassen, er hat uns sozusagen bis an die Kirchentür von St. Jean begleitet, bei Gott abgeliefert. Was für ein wundervolles Tier! Was für eine wunderbare tätige Sorge Gottes!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1035" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-00361.jpg"><img class="size-full wp-image-1035" title="St. Jean" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-00361.jpg?w=490&#038;h=367" alt="" width="490" height="367" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Schönes St. Jean - Pilgerpause</p></div>
<p><em>In der Kirche erlebten wir das erste Mal das gemeinsame Rosario-Gebet in der Kirche, bei dem ein Mädchen mit glockenheller Stimme ein Gesätz<a href="#_ftn4"><strong>[4]</strong></a> lang das Ave-Maria mehr sang als betete: </em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="text-align:center;"><em>„Je vous salue, Marie pleine de grâce,<br />
</em><em>le Seigneur est avec toi.</em><em> Tu es bénie entre toutes les femmes<br />
et Jésus, le fruit de tes entrailles, est béni.<br />
Sainte Marie, Mère de Dieu,<br />
prie pour nous, pauvres pécheurs,<br />
maintenant et à  l&#8217;heure de notre mort.”</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Das Gebet packte mich tief im Herzen mit dieser Kinderstimme und hält mich noch heute in seinem Bann. Die Messe anschließend war weniger der erbaulich, der Pfarrer wirkte schlecht gelaunt, dann fehlte auch noch die große Oblate, die er in der Eucharistie symbolisch zu zerbrechen hatte und er begann Streit mit seinem Adlatus. In der Kirche entdeckten wir noch einen anderen Pilger mit einem hölzernen, altmodischen Pilgerstab, den wir unterwegs häufig wieder treffen sollten, nennen wir ihn jetzt mal zum Wiedererkennen den Kanadier. In der Herberge zurück  fand ich auf dem mir zugeordneten Bett Rucksack und Klamotten eines anderen Pilgers. Es dauerte eine Weile, bis das alles geklärt war und ich mich ein wenig ausstrecken konnte. Wir wuschen – nach drei Pilgertagen war wieder alles dreckig, schweißig, matschig und klebrig &#8211; unsere Wäsche und trockneten unsere eingeregneten Klamotten und nassen Schuhe. An jedem Fenster, jedem Haken, jeder Stuhllehne, jedem Bett hingen in den mit Betten vollgestellten Herbergszimmern nasse Wäsche und Regenbekleidung und dampften vor sich hin. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Meine Füße waren schon mit ein paar Blasen bestückt, vor allem von der langen Bergetappe. Es gab eine Küche und wir bereiteten uns aus eingekauften Vorräten unser Abendessen. An langen Tischen saßen wir Pilger beisammen, die Sprachen tönten bunt durcheinander. Eine einzelne deutsche Pilgerin aus Hamburg setzte sich zu uns und erzählte, sie hätte die Etappe über die Berge Richtung Spanien in der Frühe schon begonnen, war aber wegen des Regens wieder umgekehrt und hatte sich einen Regenponcho gekauft. Santiago erfand einen Spitznamen für sie, der hier nicht verraten wird. Wir haben uns oft unterwegs gefragt, wo sie jetzt eigentlich wäre. Durch die Hazaña des vergangenen Tages wusste ich, ich würde am nächsten Tag nicht umkehren, ich wusste, ich schaffe das!</em></p>
<p><a title="Weiter mit dem &quot;Camino Francés&quot;" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/mit-santiago-nach-santiago-und-von-lourdes-nach-fatima/camino-frances/" target="_self"><em>Hier geht es hier weiter mit dem Camino Francés!<br />
</em></a></p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Rosario (spanisch) = Rosenkranz, Rosenkranzkette. Der Rosario ist das bekannteste Mariengebet der katholischen Kirche. Ich werde im Folgenden bei diesem spanischen Begriff bleiben. Im Anhang findet sich eine Gebetsanweisung in Deutsch und Spanisch.</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Ort in Südfrankreich</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Herberge</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> Abschnitt von 10 Perlen auf dem Rosario</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/mit-santiago-nach-santiago-und-von-lourdes-nach-fatima/'>Mit Santiago nach Santiago und von Lourdes nach Fátima</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/932/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=932&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Santiago in Lourdes</media:title>
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			<media:title type="html">Altar Bétharram</media:title>
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			<media:title type="html">calvariebetharram</media:title>
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			<media:title type="html">Kirche von Bétharram</media:title>
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			<media:title type="html">Vorpyrenäen</media:title>
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			<media:title type="html">Oloron Sainte Marie</media:title>
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			<media:title type="html">Regnete</media:title>
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			<media:title type="html">Tardets Sourholus</media:title>
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			<media:title type="html">Tardets Frühstück</media:title>
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			<media:title type="html">Santiago und Blanco</media:title>
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			<media:title type="html">Wasser</media:title>
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			<media:title type="html">Santiago kurz vor Ahusquy</media:title>
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			<media:title type="html">El frio del páramo</media:title>
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			<media:title type="html">Pause in den Bergen</media:title>
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			<media:title type="html">St. Jean Pied de Port</media:title>
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			<media:title type="html">St. Jean</media:title>
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		<title>Camino Francés: Roncesvalles (27 km) / 24.08.2007</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:42:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>imantlitzderliebe</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1133" class="wp-caption alignleft" style="width: 171px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/st-jean-spanisches-tor.jpg"><img class="size-medium wp-image-1133  " title="st jean spanisches tor" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/st-jean-spanisches-tor.jpg?w=161&#038;h=192" alt="" width="161" height="192" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Ab hier nur noch vorwärts - St. Jean Pied de Port - Port d’Espagne</p></div>
<p><em>Am nächsten Morgen brachen wir auf den Camino Francés, den traditionellen Jakobsweg, auf und durchquerten gegen neun Uhr die Port d’Espagne, das spanische Tor. Jetzt ging es bergauf, von </em><em>270 m</em><em> auf über </em><em>1400 m</em><em> nach dem Etappenplan. Zunächst liefen wir gemeinsam, doch die Steigungen wurden steiler, härter und härter. Eine Lücke reißt zwischen uns beiden ein und der Abstand wird weiter und weiter, bald war Santiago nur noch ein Punkt in der Höhe. OK, diese Etappe würde ich wohl weitestgehend allein laufen. Allerdings: So konnte ich meine Kräfte selbständig einteilen und Pausen nach meinem Gusto machen. An der Herberge von Orisson schöpfte ich neues Wasser und kam erstmals darauf, dass ich mit meinen Händen ja das Wasser aufladen, aus Wasser Heilwasser machen konnte. Hätte ich auch schon früher darauf kommen können!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nun wurde der Weg etwas flacher, die Musik der Berge begann wieder mit ihrem Glockenklang, es hatte wahrlich etwas Heiliges. Und was für Aussichten! </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1136" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0045.jpg"><img class="size-full wp-image-1136" title="Pyrenäenetappe" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0045.jpg?w=490&#038;h=367" alt="" width="490" height="367" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Und immer weiter hinauf!  Bergpanorama auf der Pyrenäenetappe</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><a title="Musik der Berge hören" href="http://www.youtube.com/watch?v=s7DZVnfx568" target="_self">Hier gibt es die Musik der Berge zu hören!</a></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1134" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0044.jpg"><img class="size-medium wp-image-1134 " title="La vierge d'Orisson" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0044.jpg?w=240&#038;h=180" alt="" width="240" height="180" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Pause und Ave Marias bei &quot;La Vierge d&#039;Orisson&quot; </p></div>
<p><em>Meine erste größere Pause machte ich bei der Vierge d’Orisson, einer Marienstatue auf einer Felsenkuppe mitten in der Landschaft. Ich betete ein paar Mal das Ave Maria, das ich inzwischen auswendig gelernt hatte und bat sie um Kraft und Durchhaltevermögen. Der Camino führte bald über Wiesen &#8211; an einem Pferdekadaver vorbei &#8211; auf vom Regen am Vortag aufgeweichten, matschigen Wegen. Einmal rutschte ich aus und fiel auf die Seite in den Matsch. Egal, einfach weiter! Santiago war nicht zu sehen. Unterwegs sah ich immer wieder Paare, die gemeinsam liefen und wurde doch etwas neidisch darauf. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1137" class="wp-caption alignleft" style="width: 250px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/rolandsquelle.jpg"><img class="size-medium wp-image-1137 " title="Rolandsquelle" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/rolandsquelle.jpg?w=240&#038;h=223" alt="" width="240" height="223" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Frisches Wasser an der Fontaine de Roland!</p></div>
<p><em>Ich passierte die Rolandsquelle, wo ich natürlich meine Wasservorräte wieder auffüllte, und die spanische Grenze, einem roten Sandsteinobelisk mit der Jakobsmuschel und dem Wort „Navarra“ darauf. Im Wald war ich froh, meinen Wanderstock dabei zu haben, um auf einem Trampelpfad neben dem glitschigen und von Pfützen übersäten Weg vor dem Matsch mich schützend abstützen zu können. Erst am Nachmittag, am Alto de Lepoeder, dem höchsten Punkt, traf ich Santiago wieder, wo er auf mich gewartet hatte. Ich legte mich ins Gras und die Füße lagerte ich hoch auf meinen Rucksack, </em><em>1200 m</em><em> Aufstieg waren geschafft, ich wahrlich auch.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p style="text-align:left;"><em> </em></p>
<div id="attachment_1138" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0051.jpg"><img class="size-medium wp-image-1138" title="Col de Lepoeder" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0051.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Santiago traf ich wieder auf dem Col de Lepoeder</p></div>
<p><em>Von hier an hatten wir Aussicht auf Roncesvalles, ja &#8211;  ganz Spanien legte sich uns zu Füßen, das wir komplett von Ost bis nach West durchqueren sollten! Auf dem Abstieg verloren wir uns beide wieder aus den Augen, meine Blasen waren beim Weg bergab wesentlich stärker zu spüren als beim Bergaufwandern. Der Weg war so schön, doch vor Schmerz kaum genießbar. In Roncesvalles suchte ich erstmal Santiago in der Jugendherberge, dort hatte man ihn nicht gesehen. Als Latino mit starkem Indioeinschlag ist er ja gut zu erkennen und zu beschreiben. Als nächstes kam ich am Pilgerbüro vorbei und fragte dort nach ihm. Wieder nichts! Egal, ich packte mein Credencial für die Registrierung und Bettvergabe im Refugio aus und &#8211; plötzlich – stand Santiago in der Tür. Er war noch einmal zurückgegangen, um mich zu suchen, hatte in der Jugendherberge erfahren, dass ich nach ihm suchte, und hatte meine Spur aufgenommen. Wieder vereint!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Vor dem Refugio empfing uns ein holländischer Hospitalero, der uns gleich den Bettenzettel aus dem Pilgerbüro wieder abnahm. Das Refugio in Roncesvalles gleicht einem Hühnerstall für Menschen. In einem riesigen, alten Gewölbesaal steht Doppelstockbett neben Doppelstockbett, wohl um die 100 Stück. Wir fanden noch zwei freie obere Betten nebeneinander. Der Pilger unter uns, ein recht beleibter Franzose, der mit jeder Bewegung das Bett zum Beben brachte, hatte sich mit seinen Utensilien sehr breit gemacht. Er war schon lange unterwegs. Von Amiens war er über Le Puy gelaufen bis nach Santiago und war jetzt wieder auf dem Rückweg nach Le Puy und Amiens, so erzählte es sein Rucksack. Eine dicke Bibel lag drauf. Wow! So viel hatten wir nicht vor. Im Keller unter dem Saal befanden sich &#8211; ganz im Kontrast zum Gewölbesaal -  ganz moderne Wasch- und Aufenthaltsräume.Vor den Duschen bildeten sich schnell lange Schlangen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Nach der heftigen Bergetappe war ich hungrig und entschied ich mich für das Pilgermenü im Restaurant, auch um für mich als Belohnung meine große Leistung der Pyrenäenüberquerung zu feiern. Santiago wollte nicht. Er sammelte unsere Lebensmittelvorräte ein und blieb im Refugio zum Abendessen. Am Tisch saß ich mit zwei Pilgerinnen aus der Nähe von Bremen zusammen, die den Weg eher läuferisch angehen wollten. Sie sprachen über ihr Marathontraining und dass das ja wohl eher ein Spaziergang werden würde! Zum Glück aßen sie nicht viel, so dass ich meinen Riesenhunger nach einigen Tagen ohne warme Mahlzeit an Forelle und Pommes stillen konnte, in denen sie zwar rumstocherten, doch nicht mit Appetit aßen. Den hatte ich wohl für den ganzen Tisch allein wohl gepachtet. Sie tranken dafür den Rotwein, den ich ihnen gern überließ, während ich das Wasser leerte. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Als ich aufstand, um rechtzeitig zum Pilgersegen zu kommen, sagten sie: „Ach, da kommen noch so viele Pilgersegen unterwegs, jetzt müssen wir uns nicht bewegen.“ Innerlich fasste ich mich an den Kopf, meine Güte, geht’s noch? Den Pilgersegen gerade in Roncesvalles auslassen? Warum pilgern sie dann überhaupt? Dies war der Tag, an dem ich begann zu merken, dass für viele der Camino ein Urlaub, eine preiswerte Wanderstrecke, eine nette Abwechslung vom Alltag war. Nicht so für uns… </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1142" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0046.jpg"><img class="size-full wp-image-1142" title="765 km nach Santiago" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0046.jpg?w=490&#038;h=367" alt="" width="490" height="367" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">765 km bis nach Santiago...</p></div>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Mit Santiago strebte ich zur Kirche. Die Pilgermesse war überaus feierlich, fünf Padres lasen und sangen gemeinsam, die Eucharistie war voller Andacht. Der anschließende, sehr innige Pilgersegen, zu dem wir Pilger alle vor den Altar geladen wurden, tat, was er tun sollte: er erfüllte uns mit Vorfreude und dieser besonderen Kraft und Überzeugung im Innern, es bis Santiago zu schaffen, komme was da wolle. Am Abend vor dem Einschlafen sagte mir Santiago: „Es macht mir keinen Spaß, mit dir zu pilgern, du bist mir zu langsam.“ Im Einschlafen hörten wir nach einer Weile einen Menschen lange noch an die Tür des Refugios klopfen, bis er eingelassen wurde. Ein später Gast? Einer, der die Schließzeit verpasst hatte? Ein wenig gruselig klang es schon. Ich war froh, dass ich schon drin war, schon im Bett lag, und das auch nicht allein… Der Pilger aus Le Puy schnarchte die ganze Nacht durch. Liebe Pilger, wenn ihr ruhig schlafen möchtet: meidet die räumliche Nähe von älteren Herren mit erhöhtem Leibesumfang und großem Resonanzkörper, sie sind recht sichere Schnarchkandidaten. Bei allen anderen kann man es nicht wissen…und es kann jeder sein, auch Frauen, die nachts ihre ausführlichen Konzerte ertönen lassen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1141" class="wp-caption aligncenter" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-00481.jpg"><img class="size-full wp-image-1141" title="Grenzstein nach Navarra" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-00481.jpg?w=490&#038;h=367" alt="" width="490" height="367" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Spanien - wir kommen! Grenzstein nach Navarra</p></div>
<p><a title="Larrasoana" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/larrasoana-25-km-25-08-2007/" target="_self">Nächster Artikel</a></p>
<p><em> </em></p>
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			<media:title type="html">765 km nach Santiago</media:title>
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			<media:title type="html">Grenzstein nach Navarra</media:title>
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		<title>Larrasoaña (25 km) / 25.08.2007</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:38:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>imantlitzderliebe</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Wo ist Santiago?]]></category>

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		<description><![CDATA[Der nächste Morgen war turbulent, 100 fast gleichzeitig aufstehende Pilger. Ich war schnell fertig, da mein Rucksack durch sein extra Schlafsackfach schnell zu packen war. Santiago brauchte für das Packen den ganzen Camino lang immer viel Zeit, da er seinen Rucksack erst völlig ausleeren musste, um den Schlafsack unterzubringen und den kompletten Rest wieder dazu [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=924&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<p><em>Der nächste Morgen war turbulent, 100 fast gleichzeitig aufstehende Pilger. Ich war schnell fertig, da mein Rucksack durch sein extra Schlafsackfach schnell zu packen war. Santiago brauchte für das Packen den ganzen Camino lang immer viel Zeit, da er seinen Rucksack erst völlig ausleeren musste, um den Schlafsack unterzubringen und den kompletten Rest wieder dazu zu ordnen. Während er packte, nahm ich schon meinen Rucksack mit zum Eingang, denn ich hatte dort eine Waage mit einem Haken zum Rucksackwiegen entdeckt. Ich war richtig neugierig, wie schwer mein Rucksack war: </em><em>10 kg</em><em>!! Ich stellte meinen Rucksack an den Eingang und meine Stiefel dazu, damit Santiago wusste, wo er mich treffen konnte. So hatte ich noch Zeit, im Aufenthaltsraum im Keller mein Handy aufzuladen und oben eine Tasse Kaffee zu trinken, die die Hospitaleros auf einem Tisch an der Kellertreppe anboten.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Als ich wieder aus dem Keller auftauchte und Santiago suchte, war er nicht mehr da, nicht an seinem Bett, seine Stiefel nicht, sein Rucksack nicht. Was war das denn? Ich lief zur Kirche, zum Restaurant, in den Keller, fragte die Hospitaleros und jeden Pilger, der mir in den Weg kam. Nach einer halben Stunde Suche gab ich auf. Er hatte es wohl wahr gemacht und war allein aufgebrochen, weil ich ihm zu langsam war!!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>So machte auch ich mich im Frühdunst auf den Waldweg auf, den Pfeilen hinterher, Spanien würde für mich ab nun wohl allein sein. Egal, wie traurig das Ganze war, der Weg durch den frischen, grünen Morgenwald unter hohen Bäumen war eine Pracht. In Burguette, dem nächsten Ort fragte ich nochmals beim Bäcker beim Brotkaufen und auf der Straße, ob irgendjemand Santiago gesehen hätte. Nichts! Einmal dachte ich, ihn in der Entfernung zu sehen, doch – wieder nichts. Es begann zu regnen, es gab immer wieder kleine, steile Anstiege zwischendurch. An einem traf ich – schwer atmend &#8211; den Pilger aus der Kirche in St. Jean wieder. Hier erfuhr ich, dass er Kanadier war. Wir trafen uns an diesem Tag immer wieder, einmal half ich ihm, seinen Regenponcho über den Rucksack zu ziehen, mal läuft er an mir vorbei, als ich mir meine ausführliche Frühstückspause auf einer Bank kurz vor Viskarette gönne. In mir höre ich einen Satz aus dem I-Ging<a href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a>. „Wenn dir dein Pferd wegläuft, dann laufe ihm nicht nach. Wenn es dein Pferd ist, wird es zu dir zurückkommen.“ Auf dem Alto de Erro passierte ich das erste Pilgergrab des Weges, ein Japaner, dem noch einige folgen würden. Menschen fallen um, sterben einfach auf dem Camino… </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Das letzte Mal an diesem Tag traf ich den Kanadier auf dem Abstieg wenige </em><em>100 m</em><em> vor Zubiri. Dort war die nächste Herberge. Wir überquerten gemeinsam die Brücke über den Fluss, sie heißt „Puente de la Rabia“, Brücke der (Toll-)Wut. In der Herberge direkt nach der Brücke war schon alles besetzt, doch es soll noch eine weitere in Zubiri geben. Der Kanadier und ich liefen weiter. Da sah ich plötzlich hinter einer Hausecke Santiago am Pilgerbrunnen stehen, er quatschte weiter mit zwei anderen Pilgern. Er lächelte mir freundlich zu, als ob nichts gewesen wäre! Haut ab und tut so, als ob er mich kaum kennt. Ich ging einfach weiter, an dem kleinen Platz vorbei, mal muss ja gut sein! Doch dann kam mir Santiago hinterher und fragte mich zornig, was das soll! Der Kanadier wollte eingreifen und mich vor Santiagos Wut beschützen, doch ich sage zu ihm „It’s ok!“, dankte ihm und wandte mich Santiago zu. „Wieso, du bist doch abgehauen und hast mich in Roncesvalles zurückgelassen. Ich habe Gott und die Welt gefragt, wo du bist. Eine halbe Stunde habe ich dich gesucht. Ja, denn mach doch deinen Kram alleine!“ Der Kanadier ging weiter, zur Herberge. Noch heute hält mir Santiago den Kanadier vor…</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Santiago nahm mich fest in den Arm und entschuldigte sich, schilderte mir seinen Morgen. Er hatte gedacht, ich bin vor ihm aufgebrochen, weil ich mit meinem Rucksack so schnell zur Tür gelaufen war. Sehr schnell war er ebenfalls aufgebrochen und gelaufen, um mich wieder einzuholen, doch – ich war gar nicht vor ihm. Im Regen hatte er in Viskarette lange auf mich gewartet, dort hatte er von später eintreffenden Pilgern gehört, dass ich nach ihm gesucht hätte. Meinen Rucksack hatte er zwar wahrgenommen, doch irgendwie innerlich seine Anwesenheit nicht ausgewertet. Komisch: An dem Morgen hatte ich auch mal kurzfristig gedacht: „Was würde wohl passieren, wenn ich vor ihm loslaufen würde? Er ist ja doch schneller, vielleicht muss ich dann nicht so rennen.“ Die Antwort kam prompt. Tücke der Gedanken!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1204" class="wp-caption alignleft" style="width: 500px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/grusvomwege.jpg"><img class="size-full wp-image-1204" title="GrußvomWege" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/grusvomwege.jpg?w=490&#038;h=454" alt="" width="490" height="454" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Allein ist man schneller, gemeinsam kommt man weiter...</p></div>
<p><em>Wir blieben natürlich an diesem Tag nicht in Zubiri, wäre ja auch zu einfach und bequem gewesen! Nein, wir überquerten wieder die Puente de la Rabia, die Wutbrücke, und liefen noch weitere </em><em>6 km</em><em> bis nach Larrasoaña. Unsere Wut hatten wir inzwischen ja abgearbeitet.  Wir durchquerten ein riesiges Industriegelände einer Magnesitfabrik, das extra dem Camino einen Pfad freigegeben hatte, dann fanden wir wieder zurück auf buschumwachsene Naturwege und kleinen Dörfchen – Ausgleich! Auch nach Larrasoaña hinein führte wieder eine alte Brücke über den Arga, diesmal die Puente de los Bandidos, die Banditenbrücke. Es war wieder sonnig, eben Spanien!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>In einer Dependance der städtischen Herberge kamen wir unter. Die sanitären Anlagen befanden sich in einem Container vor dem Haus, doch da wir hier zu den Ersten gehörten, war alles noch ok, sauber und appetitlich. Hier trafen wir eine französische Mutter mit ihren zwei Töchtern, von denen die Jüngere wegen Fußschmerzen buspilgerte. Wir begegneten ihnen noch mehrfach unterwegs. Was ich an ihnen bewunderte: sie schliefen nur mit einem Seidenschlafsack und Hemdchen, sie schienen nie zu frieren.  Im Ort gab es keinen Laden, sondern nur ein Restaurant mit Pilgermenü, doch im Haupthaus der Herberge kann man ein paar Lebensmittel kaufen. In Larrasoaña begann sich unser Standardessen des Caminos zu etablieren: Spagetti mit Tomaten-Thunfisch-Sauce. Santiago bestand von jetzt an darauf, dass ich ihm das Kochen überließ, den ganzen Weg lang. Beim Essen im Hinterhof der Herberge gesellte sich ein Spanier zu uns, Jesús aus Burgos, mit dem Santiago sich gut verstand. Abends sahen wir amüsiert vor dem Haupthaus, wie einige deutsche Pilger, Rotweinflasche in der Hand, anfingen, die allein pilgernden Frauen anzubaggern.</em></p>
<p><a title="Pamplona" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/pamplona-16-km-27-08-2007/" target="_self"><em>Nächster Artikel<br />
</em></a></p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> I-Ging Übersetzung von R. Wilhelm. Aus dem Zeichen 38 „Der Gegensatz“. Altes chinesisches Weisheits-Buch, das als Orakel, als Ratgeber benutzt wird. Das I-Ging geht davon aus, dass nur der stetige Wandel von Dauer ist.</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/mit-santiago-nach-santiago-und-von-lourdes-nach-fatima/camino-frances/'>Camino Francés</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/924/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=924&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Pamplona (16 km), 26.08.2007</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 21:35:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>imantlitzderliebe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Camino Francés]]></category>
		<category><![CDATA[Arroz con habichuela]]></category>
		<category><![CDATA[Ecuadorianer in Pamplona]]></category>
		<category><![CDATA[Iglesia de San Nicolás]]></category>
		<category><![CDATA[Jesús y Maria]]></category>
		<category><![CDATA[Larasoana]]></category>
		<category><![CDATA[Lichterzauber]]></category>
		<category><![CDATA[Pamplona]]></category>
		<category><![CDATA[Puente de la Madalena]]></category>
		<category><![CDATA[Sichtbare Heiligkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Zitadelle]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Tagesstrecke nach Pamplona hinein war eher kurz. Jesús schloss sich Santiago an und beide legten einen strammen Schritt vor, was meine blasigen Füße nicht so unendlich freute. An der nächsten Wasserstelle packte ich mein Dilemma aus und Santiago stach mir die Blasen auf. Wir kamen mit einem spanischen Paar aus Pamplona ins Gespräch, die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=921&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1206" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/vor-pamplona.jpg"><img class="size-medium wp-image-1206" title="Vor Pamplona" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/vor-pamplona.jpg?w=300&#038;h=243" alt="" width="300" height="243" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Auf dem Weg nach Pamplona</p></div>
<p><em>Die Tagesstrecke nach Pamplona hinein war eher kurz. Jesús schloss sich Santiago an und beide legten einen strammen Schritt vor, was meine blasigen Füße nicht so unendlich freute. An der nächsten Wasserstelle packte ich mein Dilemma aus und Santiago stach mir die Blasen auf. Wir kamen mit einem spanischen Paar aus Pamplona ins Gespräch, die heute auf ihrer letzten Etappe ihrer 14-tätigen Pilgertour unterwegs waren. Sehr schnell erreichten wir über die Brücke von Trinidad de Arre die Vorstadt von Pamplona. Es war Sonntagmorgen, die Kirche gleich nach der Brücke war überfüllt.  Über die alte Brücke Puente de la Madalena und durch das Festungstor Puerta de Francia betraten wir Pamplonas bezaubernde Altstadt. Wahrscheinlich laufen alle Pilger auf eine ähnliche Weise durch Pamplona. In einem großen Strom Menschen taumelt man kreiselnd durch die Straßen, verzückt ob der Schönheit, die man mit den Augen einfangen will, und immer sich wendend und nach oben schauend auf die Pfeile und Muscheln. Es ist, als ob man im Mittelalter einkehrt. Auch wenn es viele moderne Geschäfte dort gibt, an diesem Sonntag war fast alles geschlossen und der Charakter und Charme der alten Gemäuer rückte in den Vordergrund. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1215" class="wp-caption aligncenter" style="width: 499px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/camino-a-pamplona-00541.jpg"><img class="size-full wp-image-1215" title="camino a pamplona-0054" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/camino-a-pamplona-00541.jpg?w=490" alt=""   /></a></em></em><p class="wp-caption-text">...immer wieder bergauf...</p></div>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1353" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0064.jpg"><img class="size-medium wp-image-1353" title="Puerta de Fráncia, Pamplona" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0064.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">Die erste große Stadt am Weg: Einkehr durch die Puerta de Fráncia in Pamplona</p></div>
<p><em>Wir blieben, nach nur </em><em>16 km</em><em> Laufpensum! Pamplona wollten wir uns genauer ansehen. „Jesús y Maria“ hieß die nigelnagelneue Herberge in einem alterwürdigen Kirchengebäude <a href="#_ftn1"><strong>[1]</strong></a> in Pamplona. Die Etagenbetten waren auf mehreren offenen Stockwerken halbkreisförmig um einen Mittelsaal angeordnet. Luxus! Jedes Bett hatte seine eigene Lampe, seine eigene Steckdose für da<em> </em></em></p>
<div id="attachment_1351" class="wp-caption alignright" style="width: 218px"><em><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/albergue-pamplona1.png"><img class="size-full wp-image-1351" title="Albergue Pamplona" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/albergue-pamplona1.png?w=490" alt=""   /></a></em></em></em><p class="wp-caption-text">Jesús y María in Pamplona</p></div>
<p><em><em> </em>s Aufladen der Handys. Es gab sogar eine Waschküche mit Waschmaschine; aufgrund unserer frühen Ankunft konnten wir ausführlich alles durchwaschen, wir waren ja schon 13 Tage unterwegs. Auch die Küche war schick eingerichtet in Pamplona – echtes Ikea &#8211; und Santiago kochte „Arroz con habichuela“, Reis mit Linsen. Dies ist gleichzeitig auch einer unser Lieblings-Salsa-Hits von „El Gran Combo de Puerto Rico“ und ein Sinnbild für uns als Paar, meine Haut ist weiß wie Reis, seine Haut braun wie Linsen. Santiago traf Markus und André wieder, die beiden Freunde vom Col de Lepoeder. Sie zogen sich gegenseitig kräftig auf, beide hatten das Doppelstockbett neben uns.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<div id="attachment_1352" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><em><em><a href="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0067.jpg"><img class="size-medium wp-image-1352" title="Pamplona" src="http://imantlitzderliebe.files.wordpress.com/2010/02/photo-0067.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></em></em><p class="wp-caption-text">In Pamplona unterwegs</p></div>
<p><em>Es war Sonntag, inzwischen war es heiß und wir entschieden uns nach einer Pause auf dem beschaulichen Innenhof der Herberge für einen geruhsamen Nachmittag an der Zitadelle, im Grünen, mal ohne Rucksack unterwegs sein. An der Westseite der Zitadelle entdeckten wir eine große Gruppe von Ecuadorianern, die dort ihren Sonntagnachmittag verbrachten. Wir setzten uns dazu und so konnte mir Santiago zeigen, wie in seinem Land die Freizeit am Wochenende verbracht wurde. Die ganze Familie war gemeinsam unterwegs und hatte Picknick dabei, die Frauen unterhielten sich, die Kinder wuselten spielend drum herum, die Männer betätigten sich sportlich bei Volleyball, Fußball, beim Zuschauen und Anfeuern. Eine von Grund auf friedliche Gemeinschaft. Eines Tages werde auch ich mit Santiago Ecuador kennen lernen, ganz sicher.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Auf dem Rückweg von der Zitadelle kehrten wir zur Abendmesse in die Iglesia de San Nicolás ein. Hier erlebte ich zum ersten Mal, ganz in die Messe und meine tiefe Dankbarkeit versunken, dass sich meine Wahrnehmung veränderte. Ich sah den Altarraum plötzlich ganz verschwommen, wie durch die wabernde Luft über Feuer. Konnte es sein, dass der Heilige Geist so sichtbar wurde? </em><em>„El se</em><em>ñ</em><em>or esté con vosotros.“ „Y con tu espíritu. “</em><a href="#_ftn2"><em><strong>[2]</strong></em></a><em> Kein Spruch, sondern Wahrheit?! </em><em>Eine neue Zeit begann, Glaube begann sich in Wahrnehmung zu wandeln. </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Der sanft-laue Abend klang im romantischen Lichterzauber der Plaza de Castillo aus. Viel Volk war auf den Beinen, Familien und Pärchen spazierten um den Platz, die Tischreihen vor den Restaurants waren gut gefüllt, Gläser klangen, hier und da ein Fetzen Musik. Ahhh &#8211; Süden! Genau so!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Und: Pilger müssen unvermeidlich um 22 Uhr ins Bett!</em></p>
<p><a title="Alto de Perdón" href="http://imantlitzderliebe.wordpress.com/2010/02/27/alto-de-perdon-12-km-27-08-2007/" target="_self"><em>Nächster Artikel<br />
</em></a></p>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> La Iglesia de Jesús y María in der Calle de la Compañía</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> „Der Herr sei mit Euch.“ „Und mit Deinem Geiste.“</p>
<br />Einsortiert unter:<a href='http://imantlitzderliebe.wordpress.com/category/der-weg-des-apostels/mit-santiago-nach-santiago-und-von-lourdes-nach-fatima/camino-frances/'>Camino Francés</a>  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/imantlitzderliebe.wordpress.com/921/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=imantlitzderliebe.wordpress.com&amp;blog=11935980&amp;post=921&amp;subd=imantlitzderliebe&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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