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In einer Dreifaltigkeitskirche bin ich getauft. Als wir in Fátima waren, wurde gerade anlässlich des 90. Jahrestages der Erscheinung die „Igreja da Santissima Trindade“ eingeweiht, die Kirche der allerheiligsten Dreifaltigkeit, eine kreisrunde Kirche.
Über die Dreifaltigkeit Gottes gelang es, den Heiligen Geist mir zu erschließen. Ich will das folgende eine Privatoffenbarung durch Jesus, eine private Lehrstunde nennen, wie er mir in der Zeit nach dem Camino geholfen hat, den dreifaltigen Gott zu verstehen:
Mit der Trinität / Dreifaltigkeit / Dreiheit wird dargestellt, dass Gott und Gottes Reich komplett aus der Dreiheit besteht. Diese Dreiheit gehört zusammen und kann nicht voneinander getrennt werden (außer in einer hier beschriebenen Form). Es heißt, dass der dreifaltige Gott aus drei Wesenheiten besteht, die gemeinsam eine Einheit bilden. Unteilbar heißt auf Griechisch atomos. Und tatsächlich ist auch das Atom ein Modell bzw. die Manifestation der Trinität. Es besteht aus:
- einem neutralen Element, dem Neutron, der Punkt, in dem sich beide Pole ausgeglichen an einem Ort befinden, ist in der Trinität Gott-Vater. Er enthält beides in sich, beide Pole, beide Qualitäten, alles in einem Punkt, alle Zeiten zu einer Zeit. Er ist die vollendete Einheit. Friede.
Die beiden anderen Teile sind der Eintritt in die Polarität, der unterschiedlichen Ladung, und zwar:
- dem Proton, Gott-Sohn=Jesus, der das Herz Gottes darstellt und den Atomkern mitbildet, zur Rechten des Vaters, El Sagrado Corazón de Jesus, das heilige Herz Jesu, die materielle Manifestation Gottes, seines Willens, Materie, das statische und feste, die materielle und spirituelle Anziehung, Gravitation und
- dem Elektron, der Heilige Geist, Sein Bewusstsein, Seine Schöpfungskraft, die Lebendigkeit, die Bewegungskraft Gottes, was sich auf Bahnen um den Kern bewegt. Wir wissen, es ist da, doch zu keiner Zeit können wir seinen genauen Aufenthaltsort bestimmen. Gleichzeitig ist es das Element, das Raum schafft, denn durch die Atomhülle, die es durch seine Bewegung schafft, gibt es uns die Illusion von Raum, von Ausdehnung des Atoms, obwohl es sich immer nur an einer winzigen Stelle des ganzen Raumes, der ganzen Atomhülle befindet. Und mit dem Raum entsteht auch die Zeit, denn nur durch die Bewegung im Raum entsteht Zeit.
So offenbart sich Gott in allem, was ist, so, wie es in der Bibel benannt ist.
1. Kor. 15 (Lutherbibel 1984) 28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott sei alles in allem.
Epheser 1 (Lutherbibel 1984) 22 Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, 23 welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.
Kolosser 1 (Lutherbibel 1984) 16 Denn in ihm ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen. 17 Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm.
Alle drei Wesenheiten sind gemeinsam Gott und das Leben, Gott-Vater, Gott-Sohn und der Heilige Geist. So erklärt sich, dass Gott-Vater nicht Gott-Sohn ist und nicht der Heilige Geist und so weiter. Damit Gott sich selbst erfährt, um von uns Menschen erfahren werden zu können, mussten alle Dinge von dem einen Punkt Ewigkeit in den Raum und in die Zeit aufgefächert werden, in die Polarität eintreten, damit sie hintereinander und nicht alle gleichzeitig erfahren werden. Nur so ist Erfahrung wirklich erfassbar, sogar tief greifend und verständlich. Das kennen wir sogar auf einfachster Ebene aus dem Alltag: wenn alles auf ein Mal kommt oder wenn alle durcheinander reden, kriegt man gar nichts mit.
Gemeinsam bilden sie ein ewiges Kontinuum: Einheit – Manifestation – Bewusstsein, das ständig durchlaufen wird. Es dient der Erfahrbarkeit Gottes, sich selbst für sich selbst, der Mensch für sich und für Gott. Denn solange keine Tätigkeit, keine Ursache und Folge entsteht, kann Gott sich selbst und seine Macht und seine Liebe nicht erfahren, entfalten, nicht erfahrbar machen. Wir ihn und uns auch nicht.
Somit ist auch der Zusammenhang da und klar: Der Mensch und alles, aus dem diese Welt unter den Bedingungen von Raum und Zeit besteht, besteht vollständig aus der Trinität, nämlich aus Atomen. So sind wir Gott und Gott ist alles, was ist. Und alles, was geschaffen ist, ist Gott und Gott ist alles, was geschaffen ist. Er schafft sich als Trinität in allem, was wächst und entsteht und vergeht immer wieder neu. Die Ewigkeit, die Einheit, das ist ein Zustand ähnlich dem schwarzen Loch, an dem die Anziehung, die Gravitation so unendlich ist, dass alles wieder in Gott-Vater, das All-Eine übergeht. Wo auch der Heilige Geist in diesem Punkt ist und somit der Raum für einen Bruch in der Zeit verschwindet. Das sichtbare, wie wir meinen fassbare Universum ist eine Art Ausstülpung, Ausdehnung der All-Einheit in Raum und Zeit. Wir sind Sinnes- und Wahrnehmungsorgane, die Erfahrungen machen, diese Erfahrung wahrnehmen und uns des Wahrgenommenen bewusst werden, so zum gesamten Bewusstsein beitragen.
Das einzige Atom, in dem nicht die Trinität abgebildet ist, ist das Wasserstoffatom vom Typ Proton, das nur aus Proton und Elektron besteht. Der Wasserstoff und das Wasser sind die Promotoren des Lebens, durch sie entsteht der Wandel und die Bewegung. Erst wenn ein Samenkorn vom Wasser und von Geist benetzt wird, entsteht wieder Leben. Der Kreislauf kommt erneut in Bewegung. Gott ist der Schöpfer und er gibt sein Herz und seinen Geist zusammen in die Welt, damit er sie erfahren kann.
Johannes 3 (Lutherbibel 19849: 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, dass jemand geboren werde aus Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen.
Gott-Vater trennt sich von Gott-Sohn, um Leben zu ermöglichen.
Johannes 3 (Lutherbibel 1984)
16 Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
Mir fallen auch dabei zwei große Besonderheiten des Wassers auf. Wasserstoff, Wasser in Verbindung mit Geist sind das Perpetuum Mobile des Lebens. Durch die Anomalie des Wassers, die höchste Dichte bei +4 Grad zu haben, vereisen/erstarren unsere Ozeane nicht dauerhaft und erhalten die Lebendigkeit des Lebens unseres Planeten. Und allein das Wasser fällt vom Himmel herab, kommt auf die Erde, um uns zu reinigen und zu nähren und steigt dann wieder zum Himmel auf, um sich am Himmel für den erneuten Regen zu sammeln. Auch Jesus stieg vom Himmel herab, nährte und reinigte uns und fuhr anschließend wieder in den Himmel auf. Und bei seiner Taufe mit Wasser fiel der Heilige Geist vom Himmel herab auf ihn. Der Heilige Geist ist das Bewusstsein Gottes, in das wir uns „einklinken“ können. Hesekiel 36 (Einheitsübersetzung):
25 Ich gieße reines Wasser über euch aus, dann werdet ihr rein. Ich reinige euch von aller Unreinheit und von allen euren Götzen. 26 Und ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27 Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach tun.
Die Schöpfung, wie ich sie verstanden habe: Das war vor dem Urknall: Gott war alles in einem, alle Eigenschaften, alle Materie ohne Ausdehnung in einem Punkt vereint Bildlich gesehen: der Punkt ohne Ausdehnung, an dem alles ist. Und dann traf Er die Entscheidung, das Leben zu schaffen. Und dies begann mit dem Urknall.
Und das war der Urknall: Um Leben zu schaffen (d.h. die Welt lieben) Gott zog sich (das Neutron) von seinem Sohn (dem Proton) im Wasserstoffatom zurück und zerschmetterte die Einheit und sich in kleinste Teile und bildete dadurch den Geist und sämtliche Elektronen, die vom Proton angezogen einen Raum projizieren und durch Bewegung für unsere Wahrnehmung bilden. In der Mitte des Universums der zeitlose und raumlose Gott, der Ursprung, der sich in Raum und Zeit projiziert, ausdehnt, entfaltet. Bildlich gesehen: aus dem Punkt werden die beiden Pole „herausgeschossen“, das Dreieck bildet sich, ein vielfach gezeigtes Bild der Trinität.
Die Trinität ist die Schaffung der aus der Einheit hervorgehenden Manifestation in der Polarität. Gott bewirkt durch den Sohn und den Heiligen Geist die Polarität und schafft dadurch Raum und Zeit. Jesus hat sich in Materie manifestiert. Der Heilige Geist ist das Bewusstsein Gottes wie auch das Licht. Er stellt Raum und Zeit her, weil zwischen den Polen Ausdehnung durch verschiedene Qualitäten entsteht. Die Liebe – im Sagrado Corazón de Jesus manifestiert, offenbart und erlebbar – ist in der Gemeinschaft mit dem Vater die wahre Schwerkraft des Universums und im unteilbaren Raum Teil des Atomkernes, um sie herum kreist das Elektron, dass durch die Anziehungskraft der Liebe in seinen Bahnen gehalten wird. Alles existiert gleichzeitig: Dass es alles existiert und gleichzeitig nicht existiert. Alles wechselt permanent vom Zustand Alles-in-Einem (Gott-Vater) zu Manifestation/Materie/Raum und Zeit (Gott-Sohn, der Menschgewordene/ Materialisierte) zu Geist im Sinne von Bewusstsein, erlebte Wahrheit, Weisheit, Verstehen „was ist“, Sinn und daraus resultierendem Glauben (Heiliger Geist). Es stellt sich im Trinitätssymbol im Uhrzeigersinn dar, ein Kreis/Zustand Vater, ein Kreis Sohn, ein Kreis heiliger Geist und so weiter, nur in einer Geschwindigkeit, die wir natürlich nicht wahrnehmen können bzw. wir können den Zustand Materie und Bewusstsein (Energie/Licht) voneinander maximal unterscheiden.
Die Reihenfolge ist wichtig. Gott schafft, manifestiert und durch das Erleben der so unendlich liebevollen, wundervollen Manifestation ergibt sich das Bewusstsein Gottes, dass alles gut ist, ergeben sich die Charismen, weil die erlebte Liebe und die erlebten Wunder uns den Glauben schenken, dass alles möglich ist. In diesem Zustand klinken wir uns in den heiligen Geist als Gottes Bewusstsein ein und können daher prophezeien, deuten, Erkenntnisse erklären, heilen. Anders herum, gegen den Uhrzeigersinn[1], geht es eben schief: Wenn wir aus unserem eigenen Bewusstsein heraus versuchen zu manifestieren (The Secret etc.), dann ist unser begrenztes Bewusstsein auch der Schöpfer, und damit – genau ! – wird etwas „Begrenztes“ geschöpft. Etwas wird aus unserer Perspektive geschöpft, nicht aus der Einheit der gesamten Menschheit. Den Überblick haben wir einfach nicht.
Den Zustand All-Einheit können wir zumindest physikalisch (momentan?) nicht feststellen. Er ist ohne Zeit, es ist nicht messbar ist, es ist einfach.. Wenn wir daher spirituell eine geistige Verbindung, Raum und Zeit überschreitend, aufnehmen, geht dies alles durch den Mittelpunkt des Alles-in-Einem, wo alles ja auf einem Fleck vorhanden ist, sowohl zeitlich wie örtlich. Eine Einheitserfahrung ist daher die Wahrnehmung des Momentes, wo wir uns im Zustand Alles-in-Einem befinden.
Alle Materie an einem Ort ohne Ausdehnung, Höhepunkt der Schwerkraft. Doch dieser Ort ist das „Wurmloch“ zu anderen Orten und Zeiten, weil hier alles zusammen ist. Auch wir selbst bestehen daraus: unsere Seele ist unser Seinszustand in der Einheit, unser Wissen, welcher Platz unserer ist im großen Plan Gottes, der Wille Gottes, der sich dann in uns, in unserer Geschaffenheit manifestiert. Unser Geistkörper ist unser gesamtes Bewusstsein, es bietet Raum für unsere Teilhabe am Geist Gottes. Je stärker unser Bewusstsein auf Gottesbewusstsein basiert, umso reiner ist unser Geistkörper. Wer sich mal in das Bewusstsein Gottes einklinken konnte, der hat erfahren, dass dort Ruhe, Friede und Unendlichkeit herrscht. Aus der Bewusstewerdung heraus gehen wir in den nächsten Schritt, Herzschlag, Atemzug, die nächste Phase der Erfahrung der Schöpfung, von Einheit und Manifestation über, aus der sich wieder Bewusstsein bildet. Die manifesten Wunder in unserem Leben schaffen unser Gottesbewusstsein, so lange wir sie dafür halten.
Und im Großen findet auch das statt, auch hier entzieht es sich unserer Wahrnehmung, dass das Universum pulsiert zwischen All-Einheit, Manifestation, Gottesbewusstsein. Zur Zeit nehmen wir eine Ausdehnung des Universums wahr, aber wir können das Zusammenziehen momentan nicht wahrnehmen und dass alles an einem Punkt sein wird zu einem Zeitpunkt, einfach, weil unsere eigene Größe, unsere eigene Lebenszeit, unser eigenes Raumverständnis dafür zu begrenzt sind. Aber wir können es glauben.
Die Zeit stellt sich in dem Kontinuum auch in den Qualitäten Glaube, Liebe und Hoffnung dar: Der Glaube in Gott und seine Güte ist die ewige Gottesverbindung, die die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft umschließt mittels Liebe und Hoffnung. Die Liebe, das ist für gut halten, was war = geschaffen wurde und was ist, eben Gütevermutung und Güteempfinden für Vergangenheit und Gegenwart. Und die Hoffnung ist die feste Gütevermutung in das, was in Zukunft kommen wird.
Hier ist die poetische Form der Schöpfungsgeschichte davon aus dem 1. Buch Mose 1 (dieser und die folgenden Verse alles aus Lutherbibel 1984):
1 Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
In heutiger Sprache übersetzt: Gott entscheidet sich, die Erde, das fassbare Universum zu schaffen, womit hier auch Materie gemeint ist.
2 Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser.
Also zog Gott sich aus dem Wasser zurückzog (das Neutron) und in den heiligen Geist zerschmetterte (die Elektronen). Die Trennung von Wasser und Geist ist, was genau Leben ermöglicht. Hier ist der Zustand, wo Materie entstanden ist, alle Materie ist zunächst flüssig.
3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
Das ist das explosive, lichtemitierende Element des Urknalls. Und der heilige Geist erhielt zusätzlich die Eigenschaft des Lichtes, die andere Form der Existenz, Licht und Welle zu sein.
4 Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis 5 und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
Da es nun Raum gab, schuf in diesem Moment Gott die Zeit; hier wird die erste Zeiteinheit eingeführt.
6 Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, die da scheide zwischen den Wassern. 7 Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste. Und es geschah so.
Und da zum Anfang alles flüssig war, bildete sich die feste Materie (da machte Gott die Feste), flüssige Materie (Wasser unter der Feste) und das Gas / Wolken (Wasser über der Feste), d.h. alle drei Aggregatszustände entstehen (Etwas Besonderes an Wasser ist, dass es in allen drei Aggregatszuständen natürlich auf der Erde anzutreffen ist: gasförmig, flüssig und fest.)
8 Und Gott nannte die Feste Himmel.
Und die Feste (Materie) über dem Wasser, d.h. das Gasförmige, das nannte er Himmel.
Ein jeder mag die Schöpfungsgeschichte in diesem Sinne vielleicht mal lesen und wird ihre bildhafte Wahrheit erkennen in den Zeitaltern unseres Universums. Sicherlich kann ein Physiker das besser erklären als ich und ich denke, sie tun es. Denn dies ist ein Glaubens- und Heilbuch und keine Physikstunde.
Lebendiges bedarf des Wassers und des Geistes. Ein toter Mensch unterscheidet sich von einem Lebendigen durch die Abwesenheit von Geist. Auf rein physischer Ebene sind sie im Moment vor dem Tod und in dem Moment nach dem Tod gleich.
Jakobus 2 (Lutherbibel)
26 Denn wie der Leib ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.
In diesem Verständnis zeigt sich: alles Materielle ist von Gott geschaffen, und zwar, indem sich Gott mit Hilfe des Geistes schafft. Indem sich die Trinität immer wieder neu manifestiert, schafft sie Gottes Welt und Gott ist gleichzeitig alles, Festes, Flüssiges, Gasförmiges, Sichtbares und Unsichtbares. Die göttliche Trinität zeigt sich und ihre Natur auch im Atom.
Der Körper ist aus der Trinität gebildet und somit göttlich. Durch den Samen der Trinität wird das Bewusstsein, der Heilige Geist wieder angefacht, dass wir Gott sind, dass Liebe immer da ist und in ausreichender Menge, die Seele erfährt die Hoffnung, dass sie wieder in Gottes Welt aus Liebe und nicht in einer erdachten Welt leben kann. Durch die Wiederbelebung und Aktivierung der Trinität wird diese Erinnerung geweckt, die Hoffnung geweckt, dass doch alles so gut sein kann, wie Jesus es verkündet. Gott ist alles und alles ist Gott.
Nächster Artikel: Einheit und Trennung, Liebe und Leid
[1] Ich habe das Logo der Trilateralen Kommission gesehen, einer Vereinigung Reicher und Mächtiger. Es ist ähnlich, läuft aber gegen den Uhrzeigersinn, wie die eingebauten Pfeile anzeigen. Hier versuchen Menschen zu manifestieren.
Wir sind ca. 1500 km von Lourdes nach Fátima in zwei Monaten gelaufen. Dieselbe Strecke hätte man auch in einem Flugzeug innerhalb von 1,5 Stunden zurücklegen können, in Lichtgeschwindigkeit sind das sogar nur eine 1/200 Sekunde. Hätten wir da all die Erfahrungen durchleben und verstehen können, von denen wir in diesem Buch berichten? Wohl kaum! So war es Gotteserfahrung, Gottes Liebe und Fürsorge Tag für Tag erleben.
Die Einheit, Gott, ist für uns Menschen schwer erfahrbar, weil sie alles in allem umfasst, zu einer Zeit, an einem Ort, der überall ist. Erfahrungen können in Raum und Zeit durchlebt, gesammelt werden, und zwar dann, wenn die Einheit in eine Zeitabfolge aufgespaltet wird, in einen Prozess und damit einzelne Prozessschritte getrennt wird. In Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung ist dies gängige Praxis, um zu einheitlichem Handeln zu kommen. Die Arbeitsprozesse werden in Schritten dokumentiert, in Flow-Charts visualisiert, in Software programmiert, im Arbeitsalltag institutionalisiert. Erfahrungsprozesse sind ähnlich strukturiert, vom Schöpfer!
Als Lebensprozess mit auf einander folgenden Einzelerfahrungen können wir das Lebendige und die Liebe verstehen und erleben, können wir mitbekommen, was und wie die Gaben Gottes sind, können zu unserem Ziel: Gott kommen. Nochmals das Beispiel aus der Musik. Wenn ich alle Töne einer Melodie und gleichzeitig alle Pausen in einem Moment abspiele, kann ich die Melodie nicht erkennen. Wenn viele Menschen gleichzeitig reden, dann kann ich nichts verstehen. Wir sind mit der Einheit meist schlicht überfordert, weil sie so umfassend ist. Wir können manchmal in einer mystischen Erfahrung eine Impression der Einheit erhaschen, das ja! Beispiele:
- Das Gefühl, mit allem verbunden zu sein, vom Fuß in den Teppich zur Wand und weiter fort bis in das Unendliche, es wird alles als ein Körper wahrgenommen, wir selbst dem zugehörig.
- Das Gefühl der Glückseligkeit einer Gotteserfahrung, wenn unser ganzer Körper, unser Geist und unsere Seele in Liebe brennen. (Nur irgendwann lässt einer dann die Zahnpastatube offen…)
- Das Erlebnis der Bekehrung, wenn wir in Jesus Christus in unser Heil „stürzen“, endlich merken, dass wir, so wie wir sind, doch in Ordnung, so geschaffen und gewollt sind, auch fehlerhaft geliebt zu sein, Vergebung erfahren. Das tiefe Aufatmen in den Momenten der Gnade durch den dreieinigen Gott und die damit einhergehende unendliche Dankbarkeit.
- Das atemberaubende Gefühl auf dem Gipfel eines Berges stehend, wenn wir bis zu einem klaren Horizont in die Weite sehen können, die Größe der Welt und Gottes und die „Nichtigkeit“ und „Unwichtigkeit“ unserer alltäglichen Sorgen und Nöte erkennen.
- Der nächtliche Sternenhimmel, wenn wir begreifen, dass dies alles von Gott geschaffen ist, wenn wir seine Größe begreifen.

Blick vom Cebreiro nach Galizien hinein, das wir ganz durchqueren würden. Im Vordergrund das Dorf Cebreiro
Wenn wir einen Berg erstiegen hatten und über die Gipfel schauen konnten, dann konnten wir die ganze Landschaft erkennen, die wir zu durchqueren hatten, sahen vielleicht eine Stadt in der Ferne, die wir erst am nächsten Tag erreichen würden, der Weg war über eine weite Strecke erahnbar. Sobald wir wieder im Tal angekommen waren, war dieser Überblick nicht mehr da und wir brauchten unsere gelben Pfeile in kontinuierlicher Reihenfolge, um dem Camino folgen zu können, dann war jeder Pfeil, das Detail eben auch nicht unwichtig.
http://www.youtube.com/watch?v=l89FuAiFOGI
Natürlich existiert in Gott die Dualität als eine der unendlichen Möglichkeiten, die in ihm sind. Das ist ja gerade der Effekt der Trennung, die wir als Menschen erfahren. Gott hat die Trennung neben der Einheit ja nicht ohne Absicht herbeigeführt. Was in der Einheit eine Qualität ist, wird in der Dualität als verschiedene Ausprägungen dieser Qualität – oft zwischen zwei Polen – dargeboten. Was in Gott vereint ist, das lässt sich auch trennen. Dafür werden ja gerade Raum und Zeit geschaffen, damit man, was es zu erfahren gibt, konsekutiv, hintereinander und eben nicht gleichzeitig erfahren kann, unterscheidbar, eben auch in verschiedenen Polaritäten erfahren, Unterschiede schmecken kann. Damit Erfahrungen ausgekostet werden können, nicht alle Töne eines Liedes in einem Moment ertönen.
Wir haben immer die Chance, die Trennung wieder aufzuheben und in die Einheit zurückzukehren. Doch die Trennung ist der Motor des Lebens, der Grund für die Chance auf Erfahrungen, der Grund für die irdische Inkarnation, damit man sich immer wieder neu entscheiden kann. In Gott existiert natürlich alles gleichzeitig, daher kann beispielsweise auch Geist Raum und Zeit überschreiten. Jeder Ewige – wie die Engel und Maria – kann an jeden Ort und jeden Zeitpunkt der dualen Welt wie durch eine Tür kommen, zu vielen Menschen und an vielen Orten gleichzeitig.
Die höchsten Gaben Gottes, Glaube, Liebe und Hoffnung, das ist es, was an uns ist, hier in diesem Erdenleben zu erfahren, dabei ist die Liebe das höchste der drei. Das höchste Gebot: Lieben! Doch wie können wir Liebe erfahren? Was verschafft uns diese Wahrnehmung? Wann fühlen wir uns geliebt, wann fühlen wir uns liebend? In einem tiefen Moment, z.B. in einem Orgasmus mit dem Geliebten, in einem dauerhaften Gefühl, einer Verbundenheit, die ein ganzes Leben dauert, wenn man miteinander durch dick und dünn geht? Und woher wissen wir, dass der andere mit uns und wir mit ihm durch dick und dünn beieinander bleiben?
Nur in der langfristigen gemeinsamen Erfahrung von Liebe, Freud und Leid. Die intensivsten Erfahrungen von Liebe machen wir doch, wenn wir vorher vor Sehnsucht fast eingegangen sind und dann die Liebe in unser Leben tritt. So ist es auch mit Gott! Wenn er uns aus unserer tiefsten Not holt, wenn wir endlich die Klappe aufmachen und ihn anrufen, um Hilfe bitten, wenn wir endlich aufgeben, ihm unsere Tür öffnen, weil wir es einfach nicht allein schaffen! Wie viele Menschen lernt man doch kennen, die sich uns in unseren Phasen des Lichts, des Erfolges, der Bedeutung nähern, freundschaftlich tun und verschwinden, wenn uns dieses Licht, dieser Erfolg, diese Bedeutung verlassen. Wer auch in unseren schwachen und dunklen Stunden, unseren Niederlagen bleibt, der ist ein wahrer Freund. Das ist Liebe. Das verspricht uns Jesus explizit in „Endmatthäi“:
Matthäus 28 (Lutherbibel 1984)
20 Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Wie können wir erfahren, dass er bei uns ist alle Tage? Indem wir ihn brauchen! Indem wir uns von ihm abhängig machen, keine eigenen Sicherheitsnetze aufbauen. Indem wir ihn jeden Tag suchen, anrufen, um Hilfe bitten und auch seine Impulse für unsere für Hilfestellung wahrnehmen und wahr machen. Indem wir Ihn jeden Tag brauchen! Wenn wir nichts ohne Ihn tun! Wenn es ohne Ihn nicht geht! Indem wir die Einheit mit Ihm wünschen, suchen und brauchen. Wir nehmen Ihn wahr in Höhen und in Tiefen, in Liebe, Dankbarkeit und in Angst. Und vor allem in den Tiefen, weil wir auf ihn besonders angewiesen sind. Jede dieser Tiefen ist Teil des Prozesses „Die Liebe Gottes erfahren!“ Wenn wir diese zunächst als Paradoxon erscheinende Realität wahrnehmen, dann können wir am tiefsten Punkt die unendliche Größe Seiner Liebe erfahren. Wenn wir uns in diesem Moment zu einem DANKE, ICH LIEBE DICH AUCH durchringen und dann unser Leid mit ihm teilen, an ihn abgeben können, dann haben wir das Geschenk der Erfahrbarkeit der Liebe, der Gnade verstanden und können es schnell erfahren und annehmen. Dann sind wir in echtem Glauben verwurzelt, das ist Wandeln auf den Wassern des Lebens. Wir sind in Gottes Reich zu Hause und die Erbsünde los.
Psalm 30: Dank für Rettung aus Todesnot (Lutherbibel 1984)
1 “Ein Psalm Davids, ein Lied zur” “Einweihung des Tempels.” 2 Ich preise dich, HERR; denn du hast mich aus der Tiefe gezogen …. 3 HERR, mein Gott, als ich schrie zu dir, da machtest du mich gesund. 4 HERR, du hast mich von den Toten heraufgeholt; du hast mich am Leben erhalten … 5 Lobsinget dem HERRN, ihr seine Heiligen, und preiset seinen heiligen Namen! 6 Denn sein Zorn währet einen Augenblick und lebenslang seine Gnade. Den Abend lang währet das Weinen, aber des Morgens ist Freude. 7 Ich aber sprach, als es mir gut ging: Ich werde nimmermehr wanken. 8 Denn, HERR, durch dein Wohlgefallen / hattest du mich auf einen hohen Fels gestellt. Aber als du dein Antlitz verbargest, erschrak ich. 9 Zu dir, HERR, rief ich, und zum Herrn flehte ich: 10 Was nützt dir mein Blut, wenn ich zur Grube fahre? Wird dir auch der Staub danken und deine Treue verkündigen? 11 HERR, höre und sei mir gnädig! HERR, sei mein Helfer! 12 Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen, du hast mir den Sack der Trauer ausgezogen und mich mit Freude gegürtet,13 dass ich dir lobsinge und nicht stille werde. HERR, mein Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
Und wenn wir es noch nicht können, so werden wir im Zeitablauf erkennen, dass die Zeit und damit Gottes Heiliger Geist die Wunden heilt, der Tröster ist, der Schmerz nachlässt, wir irgendwann wieder lächeln können. Tom Hanks als Sam beschreibt diesen Vorgang sehr berührend in dem Film „Schlaflos in Seattle“, wie er über die Trauer über den Tod seiner Frau hinwegkommt. Er beschreibt, dass er jeden Morgen aufsteht und ein- und ausatmet und irgendwann sich nicht mehr daran erinnern muss, jeden Morgen aufzustehen und ein- und auszuatmen und ständig daran zu denken, dass er es mal eine Zeit lang großartig und perfekt hatte. Zeit tröstet.
Psalm 126 (Lutherbibel 1984): 5 Die mit Tränen säen, werden mit Freuden ernten. 6 Sie gehen hin und weinen und streuen ihren Samen und kommen mit Freuden und bringen ihre Garben.
Wer sich in seinem Leben allein versucht, wer denkt, alles selbst unter Kontrolle zu haben und auch haben zu müssen, der wird diesen täglichen Liebesbeweis, die tägliche Liebeserfahrung nicht wahrnehmen können. Es hilft auch nicht, sich allein durch dieses Wissen, den Glauben, aus den eigenen Gefühlen katapultieren zu wollen, denn es geht darum, sich auch wahrhaftig helfen zu lassen. Denn solange uns etwas Angst, Ärger, Trauer, Hadern, Mulmigkeit verursacht, kommt auch mit dem Gefühl etwas Altes, vorher Geschehenes heraus, ans Tageslicht und in die Wahrheit. Heilung geschieht.
Man kann die Aufteilung der Einheit in die Zeitspanne mit einem spannenden Roman vergleichen. Wenn wir die letzte Seite, die Auflösung schon gelesen haben, dann ist das Buch langweilig, dann packt es uns nicht, dann können wir es auch halb gelesen weglegen. Unser Lebensroman ist jedoch genau für uns gestaltet, ist essentiell für uns. Wenn wir uns hingegen auf das Ungewisse einlassen, mitzittern, mitlachen, mitweinen und mitfiebern, auch in unserem Leben durch Zittern, Lachen,Weinen und Fiebern, die ganze Palette unserer Emotionen gehen, ist das Buch unseres Lebens, ist unser Leben für uns ein Gewinn. Dann erleben wir auch, ob wir selbst lieben/nicht lieben oder ob wir uns das selbst nur eingeredet, eingedacht haben. Wir erleben, was Lieben bedeutet. Wenn wir den anderen auch mit, in seinen Schattenseiten lieben, als der er ist, geschaffen oder von seinem Leben geprägt, es Liebe ohne Einschränkung ist.
Santiago und ich haben uns oft in schwierigen Situationen, im Streit eingeredet, dass wir es auch allein schaffen würden, doch wir haben immer wieder gemerkt, dass wir uns nicht trennen können. Kaum gingen ein paar Tage ins Land, das Leben entfaltete sich, da war alles Geschehene klein und nichtig gegen die Sehnsucht, die wir für den anderen empfanden. Dann wussten wir: lieber vergeben, uns neu konfigurieren, als diese Sehnsucht ungestillt aushalten zu müssen.
Wenn wir lieben, dann merken wir das durch die Erfahrung der Trennung, wenn wir nicht lieben, auch. Ich habe das durchaus auch schon gespürt, dass mich früher eine Trennung nach dem Vergehen des ersten Schmerzes erleichtert hat, als das Leben sich entfaltete. Durch Rationalisierungen des Verstandes enthalten wir uns sonst wichtige Erfahrungen vor. Am intensivsten behalten wir die Dinge, die von starken Emotionen während des Merkvorganges begleitet sind.
Eine Klientin von mir erlebt eine traumatische, massiv Angst und Trauer erzeugende Situation mit ihrem Partner. Gleichzeitig erlebt sie von vielen Menschen spontanen Beistand und intensive Hilfeleistung, von denen sie es nicht erwartet hätte oder die sie vorher gar nicht gekannt hatte, die zu diesem Zeitpunkt als Engel in ihr Leben geschickt wurden. Ohne diese Situation hätte sie die Güte der Menschen und das Aufgefangenwerden nicht im gleichen Maße kennen gelernt. Dies verschafft ihr und anderen Mut und Vertrauen, dass uns in schweren Zeiten schon geholfen wird..
Und je tiefer wir gefallen sind, umso intensiver ist die Gotteserfahrung, umso intensiver können wir die Liebe fühlen, umso mehr bedürfen wir ihrer, umso intensiver kann uns geholfen werden. Jesus hat dies im Gleichnis mit der salbenden Sünderin in Lukas 7 (Lutherbibel 1984) anschaulich gemacht:
37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, die war eine Sünderin. Als die vernahm, dass er zu Tisch saß im Haus des Pharisäers, brachte sie ein Glas mit Salböl 38 und trat von hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an, seine Füße mit Tränen zu benetzen und mit den Haaren ihres Hauptes zu trocknen, und küsste seine Füße und salbte sie mit Salböl. 39 Als aber das der Pharisäer sah, der ihn eingeladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so wüsste er, wer und was für eine Frau das ist, die ihn anrührt; denn sie ist eine Sünderin. 40 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu sagen. Er aber sprach: Meister, sag es! 41 Ein Gläubiger hatte zwei Schuldner. Einer war fünfhundert Silbergroschen schuldig, der andere fünfzig. 42 Da sie aber nicht bezahlen konnten, schenkte er’s beiden. Wer von ihnen wird ihn am meisten lieben? 43 Simon antwortete und sprach: Ich denke, der, dem er am meisten geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geurteilt. 44 Und er wandte sich zu der Frau und sprach zu Simon: Siehst du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser für meine Füße gegeben; diese aber hat meine Füße mit Tränen benetzt und mit ihren Haaren getrocknet. 45 Du hast mir keinen Kuss gegeben; diese aber hat, seit ich hereingekommen bin, nicht abgelassen, meine Füße zu küssen. 46 Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salböl gesalbt. 47 Deshalb sage ich dir: Ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel Liebe gezeigt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben. 49 Da fingen die an, die mit zu Tisch saßen, und sprachen bei sich selbst: Wer ist dieser, der auch die Sünden vergibt? 50 Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dir geholfen; geh hin in Frieden!
So ging es mir auch. Ich bin weit weg gewesen, habe ein paar „kapitale Böcke geschossen“ in meinem Leben, habe bestimmt eine interessante Seite im großen Sündenregister. Ich habe so viel Unterschiedliches probiert, an was sich ein kirchengebundener Christ wahrscheinlich gar nicht wagen würde, wovor die Kirche warnt. Und ich BIN wieder beim Gott der Christenheit gelandet, habe festgestellt, dass ich im christlichen Glauben am deutlichsten, kraftvollsten und dauerhaftesten Heil erfahre. Es hat mich überzeugt. Er hat mich überzeugt, durch Leben von Neuem konfirmiert. Nichts ist größer und mächtiger, sinnvoller, glaubhafter, liebevoller, heilsamer, hoffnungsspendender als der allmächtige, dreifaltige Gott. Mir ist viel vergeben worden, ich habe viel Gnade, viel Liebe erhalten, denn ich hatte viel Gnade, viel Liebe nötig. Danke! Daher liebe ich jetzt auf intensive Weise, brauche und schätze die Präsenz von Jesus in meinem Leben, suche ihn immer wieder auf. Auf wundersame Weise habe ich während dieser Zeit des Ausprobierens auch viel Schutz erhalten, vielleicht durch meine Taufe. Und ich weiß jetzt, was diese Methoden bewirken, was nützt und was dem Leben mit Gott, was heilendem Leben, Leben im Heil entgegenwirkt.
Wir brauchen Erfahrungen, Impulse, den Verdauungsvorgang von Erlebnissen für die wichtigen Wendungen in unserem Leben, sonst wären sie nicht da! Wir wissen lange nicht, wofür wir eine Erfahrung brauchen, doch eines Tages wird sich uns der Sinn erschließen, wenn wir in ihr einen gelben Pfeil erkennen. Plötzlich wissen wir etwas, wo wir vorher entschieden haben, meinten (uns) trennen zu müssen. Denn es geht nie darum, Entscheidungen zu treffen, die Dinge zu scheiden, zu trennen, Alternativen zu haben, sondern den Weg zu erkennen, aus unserer Erfahrung zu schöpfen, mit uns und Ihm in Einheit zu sein, irgendwann unseren Weg zu wissen und zu wollen. Wenn wir durch eine Erfahrung hindurchgegangen sind, dann haben wir unseren gelben Pfeil erhalten. Wir wissen, in welche Richtung unser Weg führt.
Die Auftrennung der Einheit in „verstehbare, erfahrbare Häppchen“ durch Raum und Zeit liegt in der Hand des Heiligen Geistes. Wenn wir nur die Einheit anstreben und die Trennung nicht ebenso als den Weg des Heils würdigen, der die Anziehung zu Gott erzeugt, dann würdigen wir den Heiligen Geist nicht, und das ist unverzeihlich. Das kann sich darin zeigen, dass wir den Sinn von Leid oder schwierigen Lebenssituationen nicht verstehen und daher ablehnen, hadern. Gott umfasst die Einheit und die Trennung, ist die Schaffung der Möglichkeit eines Weges zu Gott, der Erfahrung von Glaube, Liebe und Hoffnung.
Matthäus 12 (Lutherbibel 1984):
31 Darum sage ich euch: Alle Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben; aber die Lästerung gegen den Geist wird nicht vergeben. 32 Und wer etwas redet gegen den Menschensohn, dem wird es vergeben; aber wer etwas redet gegen den Heiligen Geist, dem wird’s nicht vergeben, weder in dieser noch in jener Welt.

